Wirtschaft
DGB sieht Milliardenschäden durch Mindestlohnbetrug
Der Deutsche Gewerkschaftsbund beziffert die Schäden durch Verstöß gegen Mindestlohnregelungen auf 64 Milliarden Euro. Arbeitgeberverbände stimmen teilweise zu.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat erhebliche finanzielle Schäden durch Verstöße gegen Mindestlohnregelungen festgestellt. Nach Angaben des DGB belaufen sich die Verluste für Arbeitnehmer, Sozialkassen und Fiskus auf insgesamt rund 64 Milliarden Euro. Der gesetzliche Mindestlohn liegt zurzeit bei 13,90 Euro, doch viele Unternehmen versuchen offenbar, diesen durch illegale Praktiken zu umgehen.
Die Arbeitgeberverbände haben zwar vorsichtige Einwände gegen die Schätzungen des DGB geäußert, stimmen jedoch in Teilen zu, dass der Mindestlohnbetrug erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Beschäftigten hat. Diese sind oftmals von Einkommenseinbußen betroffen, was die dringende Notwendigkeit einer Bekämpfung solcher Missstände unterstreicht.