Inland
Über 1.000 Denkmale in Deutschland binnen zwei Jahren verloren
Laut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind in den letzten zwei Jahren mehr als 1.000Baudenkmale unwiederbringlich verloren gegangen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat in ihrem aktuellen "Schwarzbuch" bekannt gegeben, dass in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 1.077 Denkmale in Deutschland verloren gegangen sind. Diese Zahl bedeutet, dass im Durchschnitt mehr als ein Baudenkmal pro Tag unwiederbringlich verloren ging.
Als Gründe für den Verlust werden unter anderem Brände, Verfall und Immobilienspekulation genannt. Trotz des bestehenden Denkmalschutzes seien viele geschützte Gebäude abgerissen oder erheblich umgebaut worden.
Die Stiftung hebt hervor, dass der Denkmalschutz oft als Verhinderer wahrgenommen wird, jedoch in Wirklichkeit ein harter Kampf geführt werden müsse, um erhaltenswerte Gebäude zu sichern. Der Verlust hat dadurch ein erhebliches Maß an öffentlichem und kulturellem Wert.
Diese Situation führt zu einer anhaltenden Debatte über die Effektivität des Denkmalschutzes und die Herausforderungen, mit denen Organisationen konfrontiert sind, die sich für den Erhalt kultureller Erbes einsetzen. Die Stiftung fordert mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit für diese Materie.