Zum Inhalt springen

tagblick

Dienstag, 11. August 2026

Suche

Welt

US-Richter weist Strafanzeigen gegen Gautam Adani zurück

Ein US-Richter hat die Strafanzeigen gegen Gautam Adani nach einer Entscheidung des Justizministeriums, den Betrugs- und Bestechungsfall fallenzulassen, abgewiesen.

US-Richter weist Strafanzeigen gegen Gautam Adani zurück
Bild: John Englart (Takver) · Openverse · BY-SA

Ein US-Bundesrichter hat die Strafanzeigen gegen den indischen Milliardär Gautam Adani zurückgewiesen. Diese Entscheidung fiel, nachdem das Justizministerium beschlossen hatte, den Betrugs- und Bestechungsfall gegen ihn fallenzulassen. Richter Nicholas Garaufis aus Brooklyn erlaubte den ungewöhnlichen Antrag der Staatsanwälte, die Anklage gegen Adani fallen zu lassen, und reagierte auf deren Erläuterung zu den Gründen für diese Entscheidung. Bemerkenswerterweise erkundigte sich der Richter während der Verhandlung, ob irgendwelche Versprechungen gemacht wurden, um die Abweisung des Falls zu beeinflussen.

Die Entscheidung des Justizministeriums, die Anklagen zurückzuziehen, wurde als selten charakterisiert. Quellen geben an, dass die Vorwürfe gegen Adani schwerwiegend waren und weitreichende Bestechungsvorwürfe in beträchtlicher Höhe beinhalteten. Die Adani Group hat jegliches Fehlverhalten vehement bestritten und stand bis zur Abweisung des Falls fest zu den Vorwürfen.

Richter Garaufis wies nicht nur die Anklagen gegen Gautam Adani zurück, sondern lehnte auch die Abweisung von Anklagen gegen einige seiner Mitangeklagten ab, was Fragen zur Handhabung des Falls durch das Justizministerium aufwarf. Der Richter äußerte Berichten zufolge Kritik an den Maßnahmen des DOJ und den Umständen, die zur Abweisung des Falls führten.

US-Richter weist Strafanzeigen gegen Gautam Adani zurück
Bild: John Englart (Takver) · Openverse · BY-SA

Die Genehmigung des Gerichts zur Beendigung der Ermittlungen gegen Adani wurde im Lichte der sich ändernden Position des DOJ gesehen. Adani und seine Mitarbeiter wurden zuvor beschuldigt, an einem Korruptionsschema beteiligt zu sein, das über 250 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern an indische Beamte umfasste, so verschiedene Nachrichtenquellen aus verschiedenen Sprachen.

Angesichts der Entwicklungen reichte Gautam Adani eine eidesstattliche Erklärung ein, in der er behauptete, es habe keinen Deal gegeben, der die Abweisung des Falls beeinflusste, und wies jede Spekulation zurück, die das Justizministerium zu diesem Zeitpunkt umgab. Er verwies außerdem auf die Absicht, im November 2024 10 Milliarden Dollar zu investieren, bevor die Vorwürfe öffentlich gemacht wurden.

Mit dem Abschluss des Falls weisen Beobachter auf die Implikationen dieser Abweisung hin, insbesondere hinsichtlich zukünftiger rechtlicher Verfahren gegen andere Angeklagte. Obwohl die Anklagen vorerst fallen gelassen wurden, werfen die Umstände, unter denen der Fall behandelt wurde, weiterhin Fragen zur Verfahrensintegrität innerhalb der Bundesermittlungen auf.