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Mittwoch, 28. Oktober 2026

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Audi-Chef Döllner unter Druck nach Auftritt bei Trump-Wahlkampf

Der Vorstandsvorsitzende der VW-Tochter Audi trat bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump in Georgia auf und kündigte Investitionspläne an — das löste massive Kritik in Deutschland aus.

Archivbild: Audi-Chef Döllner unter Druck nach Auftritt bei Trump-Wahlkampf
ArchivbildBild: Fabrice Pluchet · Wikimedia Commons · CC BY 2.5

Bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump in Georgia kündigte dieser überraschend den Bau eines Audi-Werks in Perry an. Audi-Chef Gernot Döllner trat daraufhin auf die Bühne und dankte dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung. Die VW-Tochter plant demnach eine Investition von vier Milliarden US-Dollar in den USA.

Der Auftritt löste in Deutschland eine Welle von Kritik aus. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Cademartori bezeichnete es als Schande in Anbetracht der Geschichte des VW-Konzerns und sprach von Wahlkampfhilfe für einen Autokraten. Auch der Generalsekretär der SPD, Klüssendorf, forderte Konsequenzen vom Mutterkonzern Volkswagen.

Auch Arbeitnehmervertreter kritisierten den Auftritt scharf. VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo ortete in dem Auftritt Trumps mehrere Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie und Verächtlichmachung der Demokratie. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall übten ebenfalls scharfe Kritik an Döllner.

Archivbild: Audi-Chef Döllner unter Druck nach Auftritt bei Trump-Wahlkampf
ArchivbildBild: Alfred Stieglitz · Wikimedia Commons · Public domain

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Lies schloss sich der Kritik an. Eine Wahlkampfveranstaltung sei nicht der richtige Ort für die Ankündigung einer Investition dieser Größenordnung, erklärte der SPD-Politiker. Zudem verwies er darauf, dass das Audi-Werk in den USA noch nicht endgültig beschlossen sei.

Döllner wies die Kritik in einer Mitteilung an die Beschäftigten zurück. Er schrieb, dass er und Produktionsvorstand Walker gebeten worden seien, die Investitionspläne vorzustellen, und dass er im Interesse des Unternehmens gehandelt habe. Audi selbst verteidigte damit den Auftritt des Konzernchefs.

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