Politik
BRICS-Gruppe fordert Zurückhaltung im Nahost-Konflikt beim Gipfel in Neu-Delhi
Die BRICS-Staaten haben beim Gipfeltreffen in Neu-Delhi zur Mäßigung im Nahost-Konflikt aufgerufen und ihre Besorgnis über die Situation geäußert.

Die BRICS-Gruppe hat beim Gipfeltreffen in Neu-Delhi eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die Beteiligten im sich verschärfenden Nahost-Konflikt zur größtmöglichen Zurückhaltung auffordert. Die Staats- und Regierungschefs äußerten große Besorgnis über die zunehmenden Spannungen in der Region, die mit einer Eskalation der Gewalt einhergehen.
In der Erklärung, die 140 Punkte umfasst, werden die BRICS-Staaten als vereinte Stimme betrachtet, die trotz ihrer unterschiedlichen nationalen Positionen um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht sind. Demnach rufen sie die Akteure im Nahen Osten dazu auf, Maßnahmen zu vermeiden, die die Situation weiter verschärfen könnten.
Xi Jinping, der Präsident Chinas, sprach sich während des Gipfels für ein verstärktes Engagement der BRICS-Staaten im Nahen Osten aus. Er betonte, dass es wichtig sei, auf der „richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen und aktiv zur Stabilität in der Region beizutragen, was als Appell für mehr diplomatische Bemühungen interpretiert werden kann.

Berichten zufolge haben die BRICS-Staaten auch die Notwendigkeit betont, die Zusammenarbeit untereinander zu stärken, um ein Gegengewicht zu westlichen Einflüssen zu bilden. Diese Haltung unterstreicht die Ambitionen der Gruppe, ihre Rolle in der globalen Politik zu festigen, insbesondere in einem Kontext, der von geopolitischen Spannungen geprägt ist.
Die Erklärung wurde nach intensiven diplomatischen Bemühungen des Gastgeberlandes Indien verabschiedet, was zeigt, dass die BRICS-Staaten auf einen minimalen gemeinsamen Nenner hinarbeiteten, um geschlossen aufzutreten. Der Druck auf die Staats- und Regierungschefs, eine klare Botschaft zur Unterstützung von Frieden und Stabilität zu senden, war groß.
Insgesamt spiegeln die Äußerungen der BRICS-Staaten eine gewisse Dringlichkeit wider, die aktuelle Lage im Nahen Osten nicht weiter eskalieren zu lassen. Während die Gruppe ihre Besorgnis über die Spannungen äußert, bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen sie ergreifen wird, um ihre Forderungen nach Zurückhaltung zu untermauern.