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Freitag, 18. September 2026

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Wirtschaft

Brüssel schlägt neue Regeln für die Kurzzeitvermietung in Gebieten mit Wohnraummangel vor

Die Europäische Kommission hat eine Verordnung vorgestellt, die die Kurzzeitvermietung als Reaktion auf die Wohnkrise einschränken soll.

Archivbild: Brüssel schlägt neue Regeln für die Kurzzeitvermietung in Gebieten mit Wohnraummangel vor
ArchivbildBild: Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Die Europäische Kommission hat die Vorschläge für eine neue Verordnung bekanntgegeben, die Regeln für die Kurzzeitvermietung in als unter Druck geratenen Wohngebieten festlegen. Die Vorschläge sind Teil des Europäischen Plans für bezahlbaren Wohnraum, der darauf abzielt, die Wohnungskrise in der Europäischen Union zu bekämpfen.

Laut Berichten wird die Verordnung den lokalen Behörden ermöglichen, in Regionen einzugreifen, in denen die Kurzzeitvermietung zur Belastung des Mietmarktes beiträgt. Die Europäische Kommission wies darauf hin, dass bereits von Kommunen umgesetzte Maßnahmen nicht von diesem neuen Vorschlag betroffen sein werden.

Die europäischen Kommissare diskutierten die kritische Situation in mehreren Städten, wie z.B. Lissabon, wo die Mietpreise in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind. Der EU-Kommissar für Wohnraum erklärte, dass die Kurzzeitvermietung einer der Faktoren ist, die die Wohnsituation in städtischen Regionen verschärfen.

Archivbild: Brüssel schlägt neue Regeln für die Kurzzeitvermietung in Gebieten mit Wohnraummangel vor
ArchivbildBild: Senado Federal · Flickr · BY

In Lissabon sind die Mieten in diesem Jahrzehnt um 103 % gestiegen, was Bedenken hinsichtlich der Wohnraumerschwinglichkeit aufwirft. Die Europäische Kommission hat die Notwendigkeit eines einheitlichen Regulierungsrahmens betont, der in der gesamten Union angewendet werden kann, um diese Problematik zu bewältigen.

Neben der Kurzzeitvermietung umfasst der Vorschlag auch Beschränkungen für die Nutzung von Grundstücken mit Baukapazität, wobei jedoch die bereits von den Kommunen getroffenen Maßnahmen nicht von der neuen Regelung betroffen sind. Die lokalen Behörden könnten so die neuen Richtlinien als Werkzeug nutzen, um das Wohnen in ihrem Zuständigkeitsbereich besser zu steuern.

Der Vorschlag wird in zukünftigen Sitzungen der Kommission sowie im Europäischen Parlament diskutiert, mit dem Ziel, die Wohnpolitik zwischen den Mitgliedstaaten zu harmonisieren.