Inland
CDU-Ministerpräsidenten unterstützen Kanzler Merz in Krisensituation
Die acht CDU-Ministerpräsidenten haben ihre Unterstützung für Bundeskanzler Friedrich Merz in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt. Ihre Stellungnahme folgt auf Spekulationen über einen möglichen Wechsel an der Spitze.

Die CDU-Ministerpräsidenten haben sich in einer gemeinsamen Erklärung eindeutig hinter den Bundeskanzler Friedrich Merz gestellt. Die Stellungnahme umfasst alle acht Ministerpräsidenten und kommt in einer Zeit, in der Merz unter erheblichem Druck steht, insbesondere nach der Niederlage der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
In der Erklärung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, betonen die Ministerpräsidenten, dass sie „gemeinsam mit dem Bundeskanzler“ an der Lösung von Problemen arbeiten wollen. Sie rufen zur Geschlossenheit auf und wenden sich gegen anhaltende Diskussionen über einen möglichen Kanzlertausch.
Die Ministerpräsidenten äußern sich besorgt über die Spekulationen, die in den vergangenen Wochen zugenommen haben, und sehen in der Debatte eine Ablenkung von den bevorstehenden Herausforderungen, insbesondere den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Zudem betonen die CDU-Ministerpräsidenten, dass die Menschen darauf vertrauen können sollten, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Sie unterstreichen damit die Notwendigkeit, den Fokus auf die politischen Aufgaben und nicht auf interne Personalfragen zu legen.
Die Erklärung kommt zu einem Zeitpunkt, als die Parteiführung gefordert wird, auf die jüngsten Wahlergebnisse zu reagieren und die Partei nach den Rückschlägen wieder zu stabilisieren. Merz hatte vor den bevorstehenden Wahlen in den Länderparlamenten reagiert und sich über die Solidarität der Ministerpräsidenten gefreut.
Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident von der Schwesterpartei CSU, zeigte sich ebenfalls unterstützend, was möglicherweise die Einheit innerhalb der Unionsparteien stärken soll. Die CDU-Ministerpräsidenten fordern von ihrer Partei, sich auf eine positive Agenda zu konzentrieren, um Vertrauen bei den Wählern zurückzugewinnen.