Inland
Deutsches Meeresmuseum in Stralsund weiterhin Ziel von Hassnachrichten
Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund sieht sich weiterhin anhaltenden Hassnachrichten ausgesetzt, die mit der Bergung des Buckelwals 'Timmy' im Frühjahr in Verbindung stehen.

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund erhält laut eigenen Angaben seit der Bergung des gestrandeten Buckelwals 'Timmy' im Frühjahr kontinuierlich Hassnachrichten. Die Situation ist so ernst, dass Mitarbeitende des Museums Auskunftssperren beantragen mussten, um sich vor den Anfeindungen zu schützen.
Nach der Bergung des Wals vor der Ostseeküste, der aufgrund seiner Gesundheitsprobleme genau beobachtet wurde, haben die Angriffe gegen das Personal des Museums nicht nachgelassen. Seit Mitte März 2023 werden Wissenschaftler und Mitarbeitende permanent mit Drohungen konfrontiert, die sich gegen das gesamte Museum richten.
Eine Sprecherin des Museums berichtete von einem ausdauernden Shitstorm, der verschiedene Gruppen mobilisiert hat, die sich gegen die Einrichtung und deren Fachleute richten. Die steigende Anzahl an Hassnachrichten hat zur Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen für das Personal geführt.

Die Reaktionen zeigen ein breites Spektrum an Kritik und Anfeindungen, die sich sowohl gegen die Expertise der Meereswissenschaftler als auch gegen die Einrichtungen des Museums richten. Zahlreiche negative Kommentare und Angriffe wurden auf verschiedenen Plattformen verzeichnet.
Das Deutsche Meeresmuseum sieht sich somit nicht nur in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung, sondern auch in der Sicherheit seiner Mitarbeitenden herausgefordert, während die Welle von Bedrohungen weiterhin anhält.