Politik
Deutschland geht mit München ins Rennen um Olympische Sommerspiele
Die bayerische Landeshauptstadt München wird Deutschlands Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab 2036.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat München als deutschen Bewerber für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab 2036 ausgewählt. Dieser Beschluss fiel während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB, in der der bayerische Standort gegen Köln-Rhein-Ruhr antrat.
München setzte sich mit 91 Stimmen zu 50 Stimmen gegen Köln-Rhein-Ruhr durch. Diese Entscheidung wird in verschiedenen Medien als deutlicher Sieg für die Landeshauptstadt Bayerns dargestellt, die damit ihre Ambitionen zur Austragung der Spiele untermauert.
Das Ziel für die olympische Bewerbung sind die Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Entscheidung wird als eine bedeutende Weichenstellung für die zukünftige Ausrichtung des Sports in Deutschland gesehen, auch wenn die politischen und sportlichen Rahmenbedingungen noch unklar sind.

Die Verkündung der Entscheidung hätte jedoch einen kleinen Pannenfall zur Folge. DOSB-Präsident Thomas Weikert wusste offenbar während der Bekanntgabe nicht, dass die Entscheidung bereits im Saal bekannt war, bevor Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die offizielle Bekanntgabe machen konnte.
In den Woche zuvor hatte es Engpässe im Wettbewerb um den Kandidaten gegeben, der zwischen den beiden Städten München und Köln-Rhein-Ruhr als sehr eng eingeschätzt wurde. Der Ausgang der Abstimmung zeigt jedoch, dass das letztliche Ergebnis deutlicher ausgefallen ist als vermutet.
München hat eine historische Verbindung zu den Olympischen Spielen, die Stadt war bereits Gastgeber der Spiele im Jahr 1972. Ob die Bewerbung am Ende erfolgreich sein wird, dürfte von verschiedenen Faktoren abhängen, die bisher nur in Ansätzen bekannt sind.