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Freitag, 18. September 2026

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Die EU schlägt Kanada als ihren ersten "assoziierten Mitgliedstaat" vor

Ursula von der Leyen kündigte die Einladung an Kanada während ihrer Rede im Europäischen Parlament an und betonte einen neuen Status der Zusammenarbeit inmitten von Spannungen mit den USA.

Archivbild: Die EU schlägt Kanada als ihren ersten "assoziierten Mitgliedstaat" vor
ArchivbildBild: Cancillería Ecuador · Flickr · BY-SA

Während ihrer Rede im Europäischen Parlament schlug die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vor, dass Kanada der erste "assoziierte Mitgliedstaat" der Europäischen Union wird. Diese Einladung zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen der EU und Kanada in einem Kontext zunehmender Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten zu stärken, wo Präsident Donald Trump diese mögliche Partnerschaft als "feindlichen Akt" kritisiert hat.

Von der Leyen betonte, dass die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, einschließlich Handel und Verteidigung, angegangen werden könnte und schlug vor, von bestehenden Abkommen wie dem CETA zu einer neuen 'Allianz für die Zukunft' überzugehen. Diese Aussagen unterstreichen die Absicht der EU, ihren Einfluss auszubauen und engere Beziehungen zu Ottawa zu knüpfen, zu einem Zeitpunkt, an dem die Handelspolitik Washingtons auf Widerstand stößt.

Der kanadische Premierminister Mark Carney war bei der Veranstaltung anwesend und wird an weiteren Gesprächen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments über diesen Vorschlag teilnehmen. Beide Seiten haben Interesse gezeigt, einen neuen Status zu erkunden, der die Freizügigkeit, die Verteidigungskooperation und Handelsvorteile erleichtern könnte, obwohl das Ausmaß und die spezifischen Details dieses Status noch nicht definiert sind.

Archivbild: Die EU schlägt Kanada als ihren ersten "assoziierten Mitgliedstaat" vor
ArchivbildBild: Cancillería Ecuador · Flickr · BY-SA

Mehrere Medien heben die Relevanz dieses Vorschlags hervor, der inmitten eines Zeitraums der Unsicherheit in den transatlantischen Beziehungen an die Öffentlichkeit gelangt. Unterdessen kündigte von der Leyen auch Maßnahmen zur Einschränkung der Nutzung sozialer Netzwerke durch Minderjährige an, die Teil ihrer Pläne zur Reform der digitalen Regulierung in Europa waren.

Der Vorschlag wurde von vielen Abgeordneten des Europäischen Parlaments mit Interesse aufgenommen, obwohl die rechtlichen und praktischen Implikationen einer derartigen assoziierten Mitgliedschaft noch geklärt werden müssen. Die Idee eines speziellen Status für Kanada ist im Rahmen der EU ohne Präzedenzfall und wirft Fragen zur Machbarkeit und zur Reaktion anderer Mitgliedstaaten auf.

Die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation zwischen Europa und Nordamerika, einschließlich des laufenden Handelskriegs mit den USA, hat die EU dazu veranlasst, neue strategische Alliierte zu suchen. Von der Leyen erklärte, dass dieser Vorstoß nicht gegen jemanden gerichtet sei, sondern darauf abziele, Werte zu teilen und die globale Zusammenarbeit bei Herausforderungen wie künstlicher Intelligenz und Klimawandel zu stärken.

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