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Discord setzt Live-Übertragungen in Brasilien nach Entscheidung der ANPD aus
Die Plattform Discord hat die Live-Übertragungen in Brasilien eingestellt, nachdem die ANPD eine Frist bis Montag (17.) gesetzt hatte.

Discord gab am Montag (17.) bekannt, dass die Funktion für Live-Übertragungen in Brasilien eingestellt wurde. Diese Entscheidung erfolgte als Reaktion auf die Vorgabe der Agência Nacional de Proteção de Dados (ANPD). Die Aussetzung wurde als präventive Maßnahme umgesetzt, nachdem die Behörde eine Frist von drei Werktagen gesetzt hatte, um erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.
Die ANPD traf diese Entscheidung am Mittwoch (12.), basierend auf dem ECA Digital, einer Gesetzgebung zum Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Der Alarm wurde nach einem kürzlichen Fehler im Warnsystem der Plattform ausgelöst, der zur Viktimisierung eines 13-jährigen Mädchens während einer Live-Übertragung führte.
Marie Santini, Direktorin des Laboratório de Estudos de Internet e Redes Sociais der Universidade Federal do Rio de Janeiro (NetLab UFRJ), betonte, dass die Situation die Notwendigkeit robusterer Schutzmaßnahmen für Minderjährige auf digitalen Plattformen verdeutlicht.

Die Initiative der ANPD spiegelte Bedenken um die Sicherheit junger Nutzer wider und führte zur sofortigen Aussetzung der Funktion. Discord wiederum erkannte die Notwendigkeit zur Verbesserung seiner Überwachungs- und Schutzsysteme in Bezug auf die Sicherheit von Kindern während ihrer Übertragungen.
Experten bewerten weiterhin, wie diese Maßnahmen die Nutzererfahrung auf der Plattform beeinflussen können, insbesondere hinsichtlich des sicheren Teilens digitaler Inhalte. Die Debatte über den Schutz von Minderjährigen in virtuellen Umgebungen bleibt im Fokus.