Welt
Disney klagt die FCC wegen Repressalien gegen ABC an
Das Unterhaltungsunternehmen wirft der FCC vor, die Meinungsfreiheit nach kritischen Äußerungen von ABC über Trump zu verletzen.

Disney hat eine Klage gegen die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) eingereicht und beschuldigt die Behörde, eine "Repressalienkampagne" gegen den Fernsehsender ABC zu betreiben. Laut der Klage würde die FCC eine vorzeitige Überprüfung von Medienlizenzen als Antwort auf die kritischen Äußerungen von ABC, einschließlich der Kommentare von Moderator Jimmy Kimmel über den ehemaligen Präsidenten Donald Trump, durchführen.
Disney beschreibt in seiner Beschwerde, dass diese vorzeitige Überprüfung der Lizenzen mehrere ABC-Stationen betrifft, was zu einer möglichen Schließung in wichtigen Märkten führen könnte. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass diese Maßnahme nicht nur ungerechtfertigt ist, sondern auch die Erste Amendment verletzt, die die Meinungsfreiheit schützt.
Die Unterhaltungs- und Mediengruppe behauptet, dass die Maßnahmen der FCC eine Vergeltung für die von ABC geäußerte Kritik an den politischen Entscheidungen der Trump-Regierung sind. Insbesondere wird hervorgehoben, dass Kimmels Kommentare ein zentraler Punkt dieser Kontroversen sind.

Die Klage wurde bei einem Bundesgericht in Washington eingereicht, wo Disney versucht, die Überprüfung der Lizenzen zu stoppen und die Kontinuität seiner Stationen zu sichern. Das Unternehmen argumentiert, dass das Vorgehen der FCC ohne Präzedenzfall sei und einen direkten Angriff auf die Pressefreiheit darstelle.
Dieser Fall verdeutlicht die Spannungen zwischen der Unterhaltungsbranche und der Regierung sowie die rechtlichen Auswirkungen, die aus öffentlichen Kritiken an politischen Persönlichkeiten entstehen können. Die Entscheidung über die Klage könnte wesentliche Auswirkungen auf die Medienregulierung in den Vereinigten Staaten haben.