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Samstag, 3. Oktober 2026

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Dokumente zeigen warnende Hinweise spanischer Geheimdienste vor Migrantenansturm in Ceuta

Die spanische Regierung hat Dokumente freigegeben, die belegen, dass der Geheimdienst vor dem massiven Migrantenansturm auf Ceuta gewarnt hat.

Archivbild: Dokumente zeigen warnende Hinweise spanischer Geheimdienste vor Migrantenansturm in Ceuta
ArchivbildBild: Mario Sánchez Bueno from Málaga, España · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Laut freigegebenen Dokumenten haben die spanischen Geheimdienste, insbesondere der CNI, einen Tag vor dem massiven Migrantenansturm auf die spanische Enklave Ceuta gewarnt. Diese Warnungen wurden sowohl an die spanische Regierung als auch an die marokkanischen Behörden übermittelt. Am 30. Juli 2021 strömten innerhalb kurzer Zeit über 70.000 Migranten über die Grenze nach Ceuta, was zu einer humanitären Krise führte.

Die Dokumente, die von der spanischen Regierung am Mittwoch veröffentlicht wurden, enthalten zahlreiche Berichte und Warnungen. Sie belegen, dass der CNI bereits am 29. Juli vor geplanten Masseneingängen über soziale Medien informiert hatte. Diese Hinweise richteten sich an die zuständigen Behörden in Ceuta und betrafen insbesondere eine massive Mobilisierung auf sozialen Plattformen.

Berichten zufolge waren in den sozialen Medien Gruppen aktiviert worden, die insgesamt von etwa 180.000 Personen verfolgt wurden. Diese Gruppen riefen zu Aktionen auf, die auf die Gewährung des Zugangs nach Ceuta abzielten. Der Geheimdienst hatte die Möglichkeit eines „Überfalls über Land und Meer“ prognostiziert.

Archivbild: Dokumente zeigen warnende Hinweise spanischer Geheimdienste vor Migrantenansturm in Ceuta
ArchivbildBild: Rijksmuseum · Wikimedia Commons · CC0

Trotz dieser Warnungen kämpften die Behörden in Ceuta am 30. Juli gegen die enorme Anzahl der Migranten. Regierungsvertreter in Ceuta und die spanische Polizeieinheit, die Guardia Civil, waren über die drohende Situation informiert, die allerdings nicht im ausreichenden Maße beachtet wurde.

Der spanische Premierminister Pedro Sánchez sieht sich nun verstärkter Kritik gegenüber, nachdem diese Dokumente veröffentlicht wurden. Kritiker werfen der Regierung vor, nicht ausreichend auf die Warnungen reagiert zu haben. Währendspanische Regierungsvertreter betonen, dass sie nicht über die genaue Dimension der drohenden Krise informiert waren, zeigen die veröffentlichten Unterlagen klare Hinweise auf die bereits geplanten Migrationswellen.

Die Enthüllungen haben zu einem politischen Aufruhr in Spanien geführt, wobei ein verstärkter Fokus auf das Versagen der Regierung gelegt wird, die Situation rechtzeitig zu bewältigen. Die EU hat angekündigt, finanzielle Mittel bereitzustellen, um die Grenzen zu stärken und Migranten nach Marokko zurückzuführen. Dies könnte zeigen, dass die Problematik auf europäischer Ebene höhere Priorität erfordert.