Panorama
Dritter Überlebender aus Tunnel bei Wasserkraftwerk in Nepal gerettet
Nach einer Woche unterirdisch gefangen wurde ein dritter Arbeiter, ein Chinese, sicher aus dem Tunnel geborgen; Dutzende andere werden weiterhin vermisst.

Die nepalesischen Rettungsdienste haben am Samstag eine dritte Person aus einem Tunnel bei der Trishuli-1 Wasserkraftanlage gerettet. Dieser Mann, ein chinesischer Arbeiter, war seit mehr als einer Woche in dem Tunnel gefangen, nachdem die verheerenden Überschwemmungen am 26. August eintraten.
Die Überschwemmungen, verursacht durch einen großen Gletscher- und Steinschlag an der Grenze zwischen Nepal und Tibet, haben den Tod von mehr als 1.300 Menschen zur Folge gehabt. Über 5.000 Menschen werden weiterhin vermisst, darunter drei belgische Touristen.
In der vergangenen Woche wurden auch zwei andere Arbeiter, Vishnu Thapa und Kabir Maharjan, geborgen. Thapa beschrieb seine Flucht als zwei Stunden dauernde Suche nach Licht in dem dunklen, mit Wasser gefüllten Tunnel.

Das nepalesische Militär bestätigte die Rettung des dritten Mannes, der von den Helfern aus dem Schlamm gezogen und später zu einem Hubschrauber gebracht wurde. Videos zeigen die Unterstützung der Retter und die freudigen Reaktionen der Umstehenden.
Die Rettungsoperationen sind im Gange, und es sind noch Dutzende von Menschen in den eingestürzten Tunneln eingeschlossen. Die nepalesischen Behörden sind aktiv auf der Suche nach weiteren Opfern.
Die Ereignisse haben eine erneute Hoffnung unter den Bewohnern und Familien der Vermissten hervorgerufen, die an ihrem Glauben an weitere gute Nachrichten festhalten, trotz des schmerzhaften Verlusts, den viele bereits erlitten haben.