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Donnerstag, 22. Oktober 2026

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Frankreich bestätigt ersten Todesfall durch Shamonda-Virus

Französische Gesundheitsbehörden haben erstmals das Shamonda-Virus bei einem Menschen nachgewiesen – ein schwer immungeschwächter Patient starb Anfang Oktober in Lyon.

Archivbild: Frankreich bestätigt ersten Todesfall durch Shamonda-Virus
ArchivbildBild: Electron Microscopy Unit AAHL, CSIRO · Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Die französischen Gesundheitsbehörden haben erstmals das Shamonda-Virus bei einem Menschen nachgewiesen. Der Patient, ein schwer Immungeschwächter, starb Anfang Oktober in Lyon. Nach Angaben der Times of India deuten Untersuchungen darauf hin, dass sich der Patient durch einen Insektenstich, wahrscheinlich durch die Gnütze Culicoides, mit dem Virus angesteckt hat.

Das Shamonda-Virus ist eine Art Bunyavirus, das durch Stiche infizierter Gnützen übertragen wird. Der Guardian berichtete, dass laufende Untersuchungen klären sollen, ob das Virus zum Tod des Patienten beitrug. Bei Vieh wie Rindern, Schafen und Ziegen kann das Virus Durchfall und Appetitlosigkeit auslösen, wie die Österreichische Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilt.

Bislang galt das Virus als nicht auf Menschen übertragbar. Nach Berichten von Vanguard News zirkuliert das Shamonda-Virus seit mehreren Jahrzehnten in Afrika und Asien, wurde aber noch nie bei Menschen nachgewiesen. The Guardian und Al Jazeera wiesen darauf hin, dass dieser Fall die erste dokumentierte Mensch-Infektion darstellt.

Archivbild: Frankreich bestätigt ersten Todesfall durch Shamonda-Virus
ArchivbildBild: AJC ajcann.wordpress.com · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Die französischen Gesundheitsbehörden bezeichneten den Fall als "einen außergewöhnlichen Fall mit einem schwer immungeschwächten Patienten", wie CNA und DW berichteten. Sie erklärten, dass kein allgemeines Gesundheitsrisiko identifiziert worden sei und die Behörden kein Risiko für die Öffentlichkeit sehen.

Das Virus ist normalerweise mit Vieh verbunden, wo es weit verbreitet ist. Die genaue Quelle der Mensch-zu-Mensch-Übertragung in diesem Fall und die breiteren Auswirkungen der ersten Mensch-Infektion sind jedoch Gegenstand laufender Untersuchungen.