Zum Inhalt springen

tagblick

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Suche

Panorama

Frankreich erhebt Strafen auf Wegwerfmode

Das Land führt ab September neue Strafen für sogenannte Wegwerfmode ein, die die Preise für Billigmode erhöhen werden.

Archivbild: Frankreich erhebt Strafen auf Wegwerfmode
ArchivbildBild: Ralf Gruner · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Frankreich hat entschieden, neue Regelungen zur Bekämpfung von Wegwerfmode einzuführen. Ab dem 1. September werden Strafen auf bestimmte Kleidungsstücke erhoben, um die Verbreitung von Billigmode zu reduzieren. Die Regierung veröffentlichte die entsprechenden Vorschriften am Freitag im Amtsblatt.

Künftig wird der Preis für eine Billigjacke von Onlinehändlern wie Shein oder Temu um bis zu zwölf Euro erhöht. Diese Maßnahme soll insbesondere dazu dienen, die Abhängigkeit von günstigen Importen aus dem Ausland zu verringern. Von den neuen Regelungen betroffen sind auch Unterhosen und Socken, für die unter bestimmten Kriterien eine Gebühr von 50 Cent fällig wird.

Des Weiteren werden zwei Euro für ein T-Shirt und neun Euro für Jeans erheben. Diese Preiserhöhungen sind Teil der Bemühungen Frankreichs, die Umweltbelastung durch den übermäßigen Konsum von Low-Cost-Mode zu reduzieren.

Archivbild: Frankreich erhebt Strafen auf Wegwerfmode
ArchivbildBild: Sebastian Martin Dicke · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Die neue Regelung zielt darauf ab, die Verbraucher zu einem bewussteren Kaufverhalten zu bewegen und die Umweltauswirkungen der Textilindustrie zu adressieren. Frankreichs Vorgehen reiht sich in einen globalen Trend ein, der sich gegen die übermäßige Produktion und den Verbrauch von Fast Fashion richtet.

Diese Maßnahmen kommen in einem Kontext, in dem Verbraucher und Umweltschützer vermehrt auf die negativen Folgen von Billigmode aufmerksam machen. Die Regierung hofft, durch diese Preisanpassungen sowohl die Industrie als auch die Verbraucher zum Umdenken zu bewegen.