Ausland
Gewalt israelischer Siedler in Qusra im Westjordanland: kritische Lage
Israelische Siedler blockieren seit mehreren Tagen den Zugang zu Häusern in Qusra, was in Israel und international zu Kritik führt.

Israelsiedler halten seit fünf Tagen einen Blockade von palästinensischen Häusern im Dorf Qusra im besetzten Westjordanland aufrecht, berichten mehrere Quellen. Diese Situation hat erhebliche Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu Lebensmitteln für die Dorfbewohner geweckt, die sich von jeglicher Versorgung abgeschnitten fühlen.
Die evakuierten Bewohner konnten in ihre Häuser zurückkehren, doch die israelische Armee behält die Kontrolle über das Gebiet und verhindert den Schulbetrieb sowie den Transport von Nahrungsmitteln. Diese Blockade dauert seit dem 9. August an, berichten Quellen, und die lokale Gemeinschaft sieht sich weiterhin erheblichen Bewegungsbeschränkungen gegenüber.
Die Situation in Qusra hat zunehmende Kritik in der israelischen Presse ausgelöst. Die Gewaltausbrüche von Siedlern werden als wiederkehrendes Problem in der Region beschrieben, und die israelische Armee wird beschuldigt, nicht effektiv zu intervenieren, um die Palästinenser zu schützen.

Die Empörung hat die Grenzen überschritten, mit Aufrufen aus den USA, Premierminister Benjamin Netanyahu zu einer öffentlichen Verurteilung der Handlungen der Siedler zu bewegen. Gleichzeitig fordert Paris die israelischen Behörden auf, zu intervenieren und die Siedler zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Lage in Qusra bleibt angespannt, und die Spannungen eskalieren weiter, während Vorwürfe über eine Komplizenschaft zwischen bestimmten Kräften der israelischen Armee und den Siedlern die Situation zusätzlich verkomplizieren.