Panorama
Hunderte Jungwale in Argentinien verendet: Ursache unklar
Im Süden Argentiniens sind hunderte Walkälber verendet. Wissenschaftler vermuten eine bakterielle Infektion als Hauptursache, sehen jedoch keine Gefahr für die Gesamtpopulation.

Im Süden Argentiniens sind in den vergangenen Wochen hunderte Jungwale verendet. Die Kadaver wurden an Stränden entdeckt, insbesondere an der argentinischen Halbinsel Valdés, die für ihre Walpopulation bekannt ist.
Wissenschaftler, darunter der Meeresbiologe Mariano Coscarella vom argentinischen Forschungsinstitut CONICET, äußerten die Vermutung, dass das Walsterben auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen sei. Diese könnte bei den Kälbern der Südlichen Glattwale systemische Erkrankungen auslösen.
Laut Coscarella scheint es sich hierbei um eine natürliche Ursache zu handeln. Hinweise auf einen vom Menschen verursachten Einfluss wurden bisher nicht gefunden. Dennoch schloss er menschliche Aktivitäten als möglichen Faktor nicht aus.

Mehrere Medienberichte weisen darauf hin, dass diese Art von Infektionen in der Vergangenheit bereits beobachtet wurde und klassische Phänomene im Zusammenspiel mit der Umwelt darstellen könnte.
Die argentinische Provinzregierung von Chubut hat die Situation aufmerksam verfolgt. Bisherige Erkundungen deuten darauf hin, dass die Gesamtpopulation der Wale nicht gefährdet ist, was die Sorgen um das langfristige Überleben der Art verringert.
Das Thema wird weiterhin von Wissenschaftlern untersucht, um tiefere Einblicke in die Ursachen und den Umfang des Vorfalls zu erhalten. Experten betonen die Wichtigkeit weiterer Forschung, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen.