Welt
Indien erhöht Überwachung von Gletschern nach Katastrophe in Nepal
Das US Geological Survey hat festgestellt, dass ein Gletscherabbruch zu schweren Überschwemmungen in Nepal führte, was über 600 Todesopfer und Tausende Vermisste zur Folge hatte.

Nach der Katastrophe an der Grenze zwischen Tibet und Nepal verstärkt Indien seine Überwachungsmaßnahmen für Gletscher. Laut dem US Geological Survey wurde der Vorfall durch einen Gletscherabbruch ausgelöst, der einen erheblichen Schuttstrom freisetzte.
Berichten zufolge wurden nahezu 3000 Personen vermisst, während 633 Tote bestätigt wurden. Dies hat die Behörden in Uttarakhand, Indien, veranlasst, die Wachsamkeit gegenüber glazialen Aktivitäten in der Region zu erhöhen.

Angesichts wachsender Bedenken über die Auswirkungen des Klimawandels haben Wissenschaftler gewarnt, dass die Gletscher im Himalaya in einem beschleunigten Tempo schmelzen, was Risiken für nahegelegene Gemeinschaften mit sich bringt und die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Katastrophen in der Zukunft erhöht.
Neben dem menschlichen Verlust sind Kadaver von der Katastrophe in Indien angespült worden, und zwar bis zu 400 Kilometer flussabwärts. Nepals Außenminister Shisir Khanal hat gewarnt, dass die wiedergefundenen Körper aufgrund der hohen Temperaturen anfällig für schnelle Zersetzung sind.