Welt
Internationales Tribunal ordnet an, dass Indien Wasserabkommen mit Pakistan einhält
Der Ständige Schiedshof verlangt von Indien die Einhaltung des Indus-Wasserabkommens und Einschränkungen bei Wasserkraftprojekten.

Der Ständige Schiedshof in Den Haag hat entschieden, dass Indien dem Indus-Wasserabkommen (IWT) mit Pakistan nachkommen muss und dass das Abkommen weiterhin voll in Kraft bleibt. Die Entscheidung des Gerichts verlangt von Indien, seine Aktivitäten an zwei Wasserkraftprojekten in der Region Kaschmir zu begrenzen.
Berichten zufolge hatte Indien seine Verpflichtungen unter dem Abkommen im April 2022 ausgesetzt. Diese Aussetzung erfolgte inmitten steigender Spannungen zwischen den beiden Ländern nach einem terroristischen Anschlag in Kaschmir, bei dem 26 Menschen ums Leben kamen. Der Anschlag wurde mit Personen in Verbindung gebracht, die als pakistanische Staatsangehörige identifiziert wurden.
Das Urteil besagt, dass Indien keine Rechtfertigung für seinen Austritt aus dem Abkommen hat und hebt die Notwendigkeit hervor, die Verpflichtungen gemäß dem IWT zu beachten. Der Beschluss des Tribunals stärkt die Rechte Pakistans im Rahmen des Abkommens, das für die Wasserversorgung eines wesentlichen Teils der pakistanischen Landwirtschaft entscheidend ist.

Berichten zufolge könnte der Schluss des Tribunals Auswirkungen auf Indiens laufende Wasserkraftprojekte haben. Insbesondere wird eine Reduzierung der Arbeiten an Projekten angeordnet, die den Wasserzugang für Pakistan beeinträchtigen könnten.
Indien hat das Urteil des Tribunals öffentlich zurückgewiesen und sein Standpunkt hinsichtlich des Wasserabkommens bekräftigt. Der anhaltende Streit veranschaulicht die komplexe Beziehung zwischen den beiden Ländern, insbesondere im Hinblick auf die Wassersicherheit und regionale Spannungen.