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Island ruft US-Botschafter wegen umstrittener Trump-Karte ein
Island hat den US-Botschafter einberufen, nachdem Präsident Trump in einem Social-Media-Beitrag die Insel unter der amerikanischen Flagge gezeigt hatte, was diplomatische Spannungen auslöste.

Island hat am Montag den US-Botschafter einberufen, nachdem Präsident Donald Trump eine Karte auf Social Media veröffentlicht hatte, die Island, Kanada, Grönland, Mexiko, Mittelamerika und die Karibik zeigt, alle in den Farben der amerikanischen Flagge. Der lokale Rundfunk RÚV berichtete über den Vorfall und hob die diplomatischen Auswirkungen des Beitrags hervor.
Die isländische Außenministerin Þorgerður Gunnarsdóttir äußerte sich unzufrieden über Trumps Aktivitäten in den sozialen Medien und betonte, dass dies sowohl "völlig inakzeptabel" als auch besorgniserregend für die diplomatischen Beziehungen Islands sei. Die Ministerin verwies auf einen früheren Vorfall mit dem US-Botschafter Billy Long, der die Sensibilität dieses Themas noch verstärkt hatte.
Mehrere Quellen berichteten, dass die Karte sofortige Reaktionen von isländischen Beamten hervorrief, wobei einige von der US-Regierung eine Erklärung forderten. Die Darstellung territorialer Ansprüche, ob humorvoll oder nicht, hat ernsthafte Bedenken darüber aufgeworfen, wie solche Darstellungen die internationalen Beziehungen beeinflussen könnten.

Francisco de la Vega, ein Quelle aus dem isländischen Außenministerium, machte deutlich, dass Island die Verwendung seines territorialen Bildes in diesem Kontext unangemessen und respektlos empfindet. Der Beitrag hatte auch ähnliche Reaktionen anderer Länder ausgelöst, die als US-Gebiet dargestellt wurden, was die diplomatische Belastung zusätzlich verstärkt.
Vor diesem Hintergrund hat die isländische Regierung formelle diplomatische Schritte unternommen, indem sie Gespräche mit dem US-Botschafter in Reykjavík anberaumt hat. Die Regierung beabsichtigt, ihre Enttäuschung zu äußern und ihre Souveränität angesichts der von Trumps Verwaltung erhobenen territorialen Ansprüche zu bekräftigen.
Dieser Vorfall, der in verschiedenen internationalen Medien berichtet wurde, verdeutlicht die Komplexität moderner Diplomatie, insbesondere im historischen Kontext der Territoriumsdarstellungen. Er hebt hervor, wie ein einzelner Social-Media-Beitrag eine erhebliche Reaktion und Engagement der diplomatischen Kanäle eines Landes hervorrufen kann.