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Mittwoch, 28. Oktober 2026

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Israel wählt in entscheidender Abstimmung über Netanyahus Zukunft

Israel führte am Dienstag die ersten Parlamentswahlen seit den Hamas-Angriffen im Oktober 2023 durch, wobei Umfragen Schwierigkeiten für Netanyahus Koalition bei der Bewahrung der Parlamentsmehrheit deuten.

Archivbild: Israel wählt in entscheidender Abstimmung über Netanyahus Zukunft
ArchivbildBild: U.S. Secretary of Defense · Wikimedia Commons · Public domain

Die Wahllokale in Israel öffneten um 07:00 Uhr Ortszeit für das, was sich als politische Bewährungsprobe für Ministerpräsident Benjamin Netanyahu darstellt. Die Wahl markiert das erste allgemeine Wahlverfahren im Land seit Beginn des Krieges im Gazastreifen, und Umfragen deuten auf einen engen Kampf hin, bei dem etwa zehn Prozent der Wählerschaft noch unschlüssig sind. Das Ergebnis könnte entscheidend dafür sein, ob Netanyahu in der Politik bleibt oder sein Amt aufgibt.

Nach Prognosen riskiert Netanyahus Regierungskoalition, ihre parlamentarische Mehrheit zu verlieren. Allerdings hat auch die Opposition Schwierigkeiten, die erforderliche Anzahl von Sitzen zur Regierungsbildung zu erreichen – ein Szenario, das wochenlange politische Verhandlungen nach der Abstimmung ermöglichen könnte.

Die Partei Yashar unter der Führung des Oppositionskandidaten Gadi Eisenkot, Netanyahus Hauptrivale, rief den Zentralwahlausschuss Israels an, um eine angebliche Sabotage bei der Stimmabgabe zu melden. Netanyahu wiederum warf seinen Gegnern vor, die Wahl stehlen zu wollen, und machte angebliche Betrugsverschübe geltend.

Archivbild: Israel wählt in entscheidender Abstimmung über Netanyahus Zukunft
ArchivbildBild: Yaakov Saar · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Die Abstimmung ist durch starke politische Polarisierung und eine hohe Wahlbeteiligung gekennzeichnet. Die Kampagne enthielt Materialien, auf denen Netanyahu neben dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu sehen ist, begleitet von dem Satz „Wir haben eine Chance zu gewinnen

Die Wahl findet im Kontext anhaltender regionaler Spannungen statt, nachdem die Region drei Jahre lang von Konflikten heimgesucht wurde.