Panorama
KI-Chatbots umgehen EU-Sanktionen gegen russische Medien
Eine Untersuchung zeigt, dass verschiedene KI-Chatbots den Zugang zu Inhalten von russischen Staatsmedien ermöglichen, die in der EU verboten sind.

Eine aktuelle Untersuchung der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat ergeben, dass mehrere KI-Chatbots, darunter ChatGPT und Gemini, in der Lage sind, Sanktionen der Europäischen Union gegen russische Medien zu umgehen. Trotz der rechtlichen Verbote in der EU können Nutzer über diese Anwendungen auf Inhalte von Medien wie 'Russia Today' (RT) und 'Sputnik' zugreifen.
Die Tests zeigen, dass die Mehrheit der getesteten Chatbots diese Inhalte ohne Einschränkungen bereitstellt. Lediglich eine der untersuchten Anwendungen verhielt sich regelkonform und bot keinen Zugang zu den entsprechenden Informationen.
Die Möglichkeit, auf solche Inhalte zuzugreifen, wirft Fragen zur Verantwortung und Sicherheit von KI-Technologien auf, insbesondere im Kontext von Desinformation und der Verbreitung von staatsnahen Medieninhalten.

Diese Entwicklungen sind von besonderem Interesse für die politischen und medienrechtlichen Diskussionen in der EU, die sich mit den Auswirkungen von KI auf die Informationsverbreitung befassen.
Die Ergebnisse der Untersuchung könnten Auswirkungen auf die Regulierung von KI-Anwendungen und die Überwachung von Inhalten haben, die in den Mitgliedstaaten der EU zugänglich sind.