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Lula und Flávio Bolsonaro im Präsidentschaftswahlkampf laut Datafolha gleichauf
Eine Umfrage zeigt Lula mit 39% und Flávio Bolsonaro mit 36% im ersten Wahlgang, beide gleichauf im zweiten.

Die aktuelle Erhebung des Datafolha, veröffentlicht am 17. September, zeigt, dass Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) 39% der Wählerabsichten hat, während Senator Flávio Bolsonaro (PL) 36% erreicht. Die Analyse wurde von Globo und der Zeitung Folha de S.Paulo in Auftrag gegeben und zeigt Stabilität im Vergleich zur vorherigen Umfrage, die am 11. September durchgeführt wurde.
Im Szenario des zweiten Wahlgangs liegt Lula bei 46% gegenüber 44% von Flávio Bolsonaro, was einen technischen Gleichstand innerhalb der Fehlermarge darstellt. Zudem haben beide Kandidaten eine hohe Ablehnungsquote, da 47% der Wähler angeben, dass sie keinesfalls für sie stimmen würden, wie das Datafolha ermittelte.
Die Umfrage hob ebenfalls hervor, dass Lula unter den Empfängern des Bolsa Família mit 53% Unterstützung erhält, während Flávio Bolsonaro 28% bekommt. Unter den Wählern, die kein Sozialleistung erhalten, führt Flávio Bolsonaro mit 37%, während Lula 36% hat. Im zweiten Wahlgang erzielt Lula unter den Empfängern des Programms 60% der Wählerabsichten, im Vergleich zu 33% für Flávio Bolsonaro.

In einer Wendung seiner Wahlkampfstrategie entscheid sich Lula dafür, Flávio Bolsonaro direkt zu konfrontieren, um die Krise rund um den Obersten Gerichtshof (STF) aus dem Zentrum des Wahlkampfes herauszuhalten. Der Wahlkampf des Präsidenten wird die laufenden Ermittlungen betonen, die Flávio Bolsonaro schädigen könnten.
Neben den Wählerabsichten identifizierte die Umfrage, dass Lula unter den Jugendlichen erheblich im Vorteil ist, mit 39% Unterstützung unter Wählern im Alter von 16 bis 24 Jahren im Vergleich zu 29% für Flávio Bolsonaro, wobei die Situation ebenfalls als technischer Gleichstand aufgrund der Fehlermarge betrachtet wird.
Flávio Bolsonaro wiederum kritisierte die Regierung Lula wegen der kürzlichen Erhöhung von 15,04% beim Bolsa Família und bezeichnete die Maßnahme als verzweifelten Akt.