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Freitag, 23. Oktober 2026

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Mazloum Abdi als Berater des syrischen Präsidenten ernannt

Der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa hat Mazloum Abdi, den ehemaligen Kommandanten der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), zum Berater ernannt, nur drei Tage nach deren Auflösung.

Archivbild: Mazloum Abdi als Berater des syrischen Präsidenten ernannt
ArchivbildBild: Original photo by Foreign, Commonwealth & Development Office , used under CC BY 4.0. Cropped by HurricaneEdgar . · Wikimedia Commons · CC BY 4.0

Der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa hat Mazloum Abdi, den ehemaligen Führer der kurdisch geführten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), zum persönlichen Berater ernannt. Diese Ernennung wurde in einem am Freitag veröffentlichten Dekret bekannt gegeben, das von der staatlichen Nachrichtenagentur SANA verbreitet wurde. Abdis Berufung erfolgt lediglich drei Tage nach der angekündigten Auflösung der SDF, die in der Region eine bedeutende Rolle gespielt hatte.

Die SDF, eine kurdisch geführte Miliz, war in den letzten Jahren ein zentraler Akteur im Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien. In einer im Fernsehen übertragenen Rede am Dienstag hatte Abdi das Ende des Einsatzes der SDF und deren Auflösung als unabhängige Streitmacht verkündet. Diese Schritte sind Teil eines Integrationsabkommens mit der Regierung in Damaskus, das auf die Stabilisierung der Region abzielt.

Abdi hatte die SDF über Jahre hinweg geleitet und war maßgeblich an strategischen Entscheidungen beteiligt, die die militärischen Operationen der Gruppe prägten. Die Auflösung der SDF nimmt einen bedeutenden Wandel in der politischen Landschaft Syriens vorweg, da sie die Beziehungen zwischen den kurdischen Kräften und der syrischen Regierung beeinflussen könnte.

Archivbild: Mazloum Abdi als Berater des syrischen Präsidenten ernannt
ArchivbildBild: Sirwan Kajjo for VOA · Wikimedia Commons · Public domain

Al-Sharaa, der als Übergangspräsident fungiert, hat in den letzten Monaten mehrere Schlüsselpositionen umstrukturiert. Diese Ernennung wird als Teil einer breiteren Strategie zur Reintegration der kurdischen Kräfte in die staatlichen Strukturen gesehen. Der Schritt könnte auch Auswirkungen auf die regionalen Sicherheitsdynamiken haben, angesichts der langfristigen Spannungen zwischen der zentralen Regierung und den kurdischen Gruppen.

Die Entscheidung zur Ernennung von Abdi wird von verschiedenen internationalen Beobachtern beobachtet, da die Rolle der Kurden in der syrischen Politik weiterhin umstritten bleibt. Die SDF waren in der Vergangenheit nicht nur militärisch, sondern auch politisch aktiv und hatten eine autonome Verwaltung in Nordostsyrien etabliert. Die aktuelle Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich der künftigen Governance-Strukturen in diesen Gebieten auf.

In den letzten Jahren war die Unterstützung der SDF durch internationale Akteure, insbesondere die Vereinigten Staaten, eine entscheidende Komponente ihrer militärischen Stärke. Abdis neue Position als Berater von al-Sharaa könnte einen Signalwechsel darstellen, nicht nur für die kurdischen Kräfte, sondern auch für die gesamte syrische Politik und die internationalen Beziehungen in der Region.