Panorama
Medizin-Nobelpreis 2023 für Peter Hegemann, Georg Nagel und Karl Deisseroth
Die Auszeichnung für medizinische Forschung geht an drei Wissenschaftler für ihre Arbeiten zur Optogenetik.

In Stockholm wurde der Medizin-Nobelpreis 2023 an die beiden deutschen Forscher Peter Hegemann und Georg Nagel sowie den US-amerikanischen Wissenschaftler Karl Deisseroth verliehen. Die Preisträger werden für ihre wegweisenden Entdeckungen im Bereich der Optogenetik ausgezeichnet, einer Methode, die es ermöglicht, Zellen durch Licht gezielt zu steuern.
Die Auszeichnung wurde vom Nobelpreis-Komitee bekanntgegeben, welches die Forschungsarbeiten der drei Wissenschaftler als maßgeblich für die Entwicklung neuartiger Ansätze in den Neurowissenschaften anerkennt. Insbesondere wird auf die Entdeckung lichtgesteuerter Ionenkanäle verwiesen, die zentrale Bestandteile in der Optogenetik darstellen.
Die diesjährige Verleihung des Nobelpreises für Medizin zählt zu den Jubiliäumsveranstaltungen, da die erste Preisvergabe vor 125 Jahren stattfand. Die Auszeichnung ist mit 12 Millionen Schwedischen Kronen (etwa 1,06 Millionen Euro) dotiert.

Peter Hegemann und Georg Nagel sind an der Universität Potsdam tätig, während Karl Deisseroth an der Stanford University forscht. Ihre gemeinschaftlichen Forschungsleistungen haben dazu beigetragen, innovative Techniken zur Analyse neurobiologischer Prozesse zu entwickeln.
Die Optogenetik hat sich in der experimentellen Biomedizin als bedeutendes Werkzeug etabliert, das die gezielte Kontrolle von neuronalen Aktivitäten ermöglicht. Diese Technologie hat das Verständnis komplexer neuronaler Netzwerke und deren Funktionsweise revolutioniert.
Die Auszeichnungen werden formell am 10. Dezember 2023, dem Todestag von Alfred Nobel, überreicht. Dies ist ein bedeutendes Ereignis im Bereich der medizinischen Forschung, das weltweit Beachtung findet.