Politik
Putin trifft Pashinyan am Rande des SCO-Gipfels in Bischkek
Wladimir Putin und Nikol Pashinyan besprachen Fragen zur EU-Integration Armeniens während ihres Treffens in Bischkek.

Wladimir Putin hat sich am Rande des Gipfels der Shanghai Cooperation Organization (SCO) in Bischkek mit dem armenischen Premierminister Nikol Pashinyan getroffen. Dies war die erste persönliche Begegnung der beiden Führer seit den parlamentarischen Wahlen in Armenien im Juni. In der Vereinbarung der beiden Staatsoberhäupter lag ein Schwerpunkt auf der zukünftigen Ausrichtung Armeniens in Bezug auf die EU und die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU).
In der Begegnung betonte Putin, dass Russland der Hauptpartner Armeniens im Handels- und Wirtschaftsbereich sei. Er verwies darauf, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Armeniens während des Mitgliedsstatus im EAWU drei Mal gestiegen sei. Zudem habe sich der Export nach EAWU-Staaten auf das Zehnfache erhöht.
Ein zentrales Thema der Gespräche war das Bestreben Armeniens, der Europäischen Union beizutreten, sowie die möglichen Auswirkungen dieser Entscheidung auf die bilateralen Beziehungen zur Russischen Föderation. Pashinyan informierte Putin über die Position Armeniens in Bezug auf die EU-Integration.

Putin forderte Pashinyan dazu auf, sich schnell zwischen der EU und der EAWU zu entscheiden. Die Lage zwischen Russland und Armenien ist in den letzten Monaten angespannt, was die Dringlichkeit des Themas unterstreicht. Ein solches Dilemma könnte weitreichende Folgen für die geostrategische Position Armeniens und die Partnerschaft mit Russland haben.
Die Gespräche fanden in einem politischen Kontext statt, der von einem wachsenden Interesse Armeniens an westlichen Strukturen geprägt ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Positionierung Armeniens auf die bestehende Beziehung zu Russland auswirken wird. Geplante Schritte zur EU-Integration stehen daher auf der Agenda für zukünftige Verhandlungen.