Politik
Russische Ausgabe der Autobiografie von Papst Franziskus zensiert LGBT-Inhalte
In der russischen Ausgabe von Papst Franziskus' Autobiografie wurden Passagen zu LGBT-Themen entfernt, wie Berichte zeigen.

In der 2026 veröffentlichten russischen Ausgabe der Autobiografie von Papst Franziskus mit dem Titel "Nadezhda", herausgegeben von "Alpina Publisher", wurden mehrere Passagen zensiert. Dies wurde Ende Juli vom Buchladen Primus Versus bekannt gegeben, der Fotos von den betroffenen Seiten veröffentlichte. Berichten zufolge sind die gleichen Abschnitte auch in der elektronischen Version der Buchveröffenrlichung entfernt worden.
Die zensierten Textstellen befassen sich mit den Ansichten des Papstes über Homosexualität und die Offenheit der Kirche gegenüber LGBT-Personen. Laut Meduza wurde unter anderem ein Abschnitt gestrichen, in dem Papst Franziskus erklärt, dass "Homosexualität kein Verbrechen" sei. Zudem wurden Passagen entfernt, in denen der Papst über gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Transgender-Personen spricht.
Einen weiteren Hinweis auf die Zensur gab die theologin Natalja Vasiljevich, die die russische Version mit dem Originaltext verglichen hat. Die Tatsache, dass bestimmte Ansichten des Papstes über LGBT-Themen nicht in der russischen Fassung reflektiert werden, hat auch die Aufmerksamkeit der Gruppe "Christians Against War" auf sich gezogen.