Politik
Russische Raketenangriffe treffen Kiew – Selenskyj fordert Vorwarnung
Auf Kiew wurden erneut russische Raketen abgefeuert. Präsident Selenskyj und Bürgermeister Klitschko beklagen fehlende Warnung der Verbündeten.

Am Dienstagabend wurden in Kiew mehrere russische Raketen gesehen, die ein Heizkraftwerk und ein neunstöckiges Wohngebäude trafen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass die westlichen Verbündeten keine Vorwarnung vor dem Angriff gegeben hatten.
Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, bestätigte die Angriffe und berichtete von mindestens zwei Toten und mehr als 20 Verletzten. Diese Angriffe stellen eine erneute Eskalation im Konflikt dar.
Selenskyj betonte, dass die Angriffe Russlands auf die Energieinfrastruktur der Ukraine mit einer bewussten Missachtung einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten „Energie-Waffenruhe“ zusammenhängen.

Berichten zufolge ereigneten sich die Angriffe in der zweiten Nacht in Folge, ohne dass die Angehörigen des ukrainischen Militärs im Voraus informiert wurden. Dies wirft Fragen über die Verlässlichkeit der Informationen durch die Verbündeten auf.
Die ukrainische Regierung hat die wiederholte Nichtwarnung scharf kritisiert. Sowohl Selenskyj als auch Klitschko machen die fehlenden Informationen verantwortlich für die hohe Zahl an Opfern und Schäden.
Zusätzlich wurde festgestellt, dass bei den Angriffen mindestens 600.000 Menschen ohne Strom auskamen. Die Lage in Kiew bleibt angespannt, da sich die Stadt weiterhin unter Bedrohung durch Luftangriffe befindet.