Zum Inhalt springen

tagblick

Freitag, 18. September 2026

Suche

Panorama

Trump droht EU mit Handelsstopp wegen Kanada-Partnerschaft

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch gedroht, den Handel mit der EU zu stoppen, falls Kanada mit der Union eine assoziierte Mitgliedschaft eingeht.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch mit einem Handelsstopp gegenüber der Europäischen Union gedroht, sollte diese Kanada als erstes assoziiertes Mitglied aufnehmen. Diese Ankündigung erfolgt im direkten Zusammenhang mit den Planspielen der EU, die während einer Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellt wurden.

Trump bezeichnete die Initiative als „lächerlich“ und als „feindlichen Akt“, was die Spannungen zwischen den USA und der EU weiter verstärken könnte. In seiner Reaktion äußerte der Präsident, dass er bereit sei, sehr hohe Zölle auf europäische Produkte zu verhängen oder den gesamten Handel mit der EU einzustellen, sollte der Plan zur Realität werden.

Der kanadische Premierminister Mark Carney wird am Donnerstag vor dem Europäischen Parlament sprechen, was den zeitlichen Hintergrund der Debatte weiter prägt. Trumps Drohung scheint als direkte Antwort auf Carneys bevorstehenden Auftritt zu verstehen zu sein.

Elemente der Partnerschaft zwischen der EU und Kanada sollen die Bereiche Verteidigung, Technologie und Energie umfassen. Von der Leyen betonte, dass die Vorschläge dazu nicht gegen die USA gerichtet sind, sondern darauf abzielen, die Zusammenarbeit zu stärken.

Trump reagierte verärgert auf die Ankündigung und warnte: „Sobald ich das für ein feindliches Vorhaben halte, wird es Konsequenzen geben“, was auf die Ernsthaftigkeit seiner Drohung hinweist. Er machte seine Position in einer Pressekonferenz deutlich, bei der er den Vorschlag der EU als inakzeptabel bewertete.

Die Möglichkeit, dass Kanada ein assoziiertes Mitglied der EU wird, könnte die bisherigen Handelsdynamiken zwischen den USA, Kanada und der EU durcheinanderbringen. Die Verhandlungen und internen Überlegungen der EU über die Beziehungen zu Kanada werden gleichzeitig von der politischen Rhetorik in Washington beeinflusst.