Politik
UN-Bericht warnt vor 2,8 Grad Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts
Laut einem UN-Bericht könnte die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,8 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit wärmer werden.

Die Vereinten Nationen haben in einem aktuellen Bericht festgestellt, dass die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von bis zu 2,8 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zusteuert. Diese Prognose wurde im Zuge der Analyse der weltweiten Klimapolitik erstellt, die als unzureichend erachtet wird, um die Klimaziele zu erreichen.
Im Bericht wird hervorgehoben, dass jeder Bruchteil eines Grades über das ursprünglich angestrebte Ziel von 1,5 Grad das Risiko für extreme Wetterereignisse erhöht. Zu diesen Ereignissen zählen tödliche Fluten, Hitzewellen und Waldbrände, die in vielen Ländern bereits in diesem Jahr aufgetreten sind.
Inger Andersen, die Exekutivdirektorin des Umweltprogramms UNEP, erklärte, dass die internationale Gemeinschaft gefährlich weit von den festgelegten Klimazielen entfernt ist. Diese Einschätzungen wurden während der Vorstellung des Berichts durch UNO-Generalsekretär António Guterres bekräftigt.

Ein zentraler Punkt des Berichts ist der bemerkte Rückgang bei den Fortschritten im Klimaschutz. Die Gründe für diese Verschlechterung werden unter anderem im fehlenden Engagement einiger Staaten, insbesondere den USA, gesehen, die sich aus Klimaschutzmaßnahmen zurückgezogen haben.
Die Angaben im Bericht verdeutlichen, dass die Herausforderungen im Klimaschutz enorm bleiben. Trotz mancher Fortschritte im globalen Klimamanagement sind die getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend, um die im Pariser Abkommen festgelegten Ziele zu erreichen.
Analysen aus dem Bericht lassen darauf schließen, dass ohne drastische Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen die Erde schon bald eine Temperaturerhöhung erfahren könnte, die signifikante und möglicherweise katastrophale Folgen für die Menschheit und die Umwelt mit sich bringen würde.