Panorama
US-Gericht lässt Tausende Klagen gegen Meta und TikTok zu
Ein US-Berufungsgericht hat Klagen gegen Meta, TikTok und andere Plattformen zugelassen, die vorwerfen, süchtig machende Produkte anzubieten.

Ein US-Berufungsgericht hat am Montag entschieden, dass Tausende Klagen gegen verschiedene Tech-Unternehmen, darunter Meta Platforms und TikTok, zugelassen werden. Die Klagen richten sich auch gegen die Google-Mutter Alphabet sowie Snap. Dabei wird den Unternehmen vorgeworfen, ihre Produkte so zu gestalten, dass sie junge Nutzerinnen und Nutzer in eine Sucht führen.
Das Gericht in San Francisco wies eine Berufung von Meta und TikTok zurück. Die Unternehmen hatten versucht, eine vorhergehende Gerichtsentscheidung, die den Klagen stattgegeben hatte, zu kippen. Laut den Berichten bezieht sich der Fall auf die Vorwürfe, dass diese Plattformen nicht nur süchtig machende Inhalte anbieten, sondern darüber hinaus auch illegale Daten sammeln.

In den Klagen wird argumentiert, dass die Gestaltung der Produkte bewusst darauf abzielt, die Nutzer zu binden und somit die Gefahren einer Sucht zu fördern. Dies hat in der Öffentlichkeit und in juristischen Kreisen Besorgnis ausgelöst, insbesondere in Bezug auf den Einfluss der sozialen Medien auf die jüngere Generation.
Die Entscheidung des Berufungsgerichts ermöglicht es den Klägern, ihre Ansprüche weiterzuverfolgen. Die genauen Details der Klagen und mögliche Entschädigungen wurden noch nicht veröffentlicht, aber die rechtlichen Auseinandersetzungen mit den betroffenen Unternehmen werden voraussichtlich anhaltend sein.