Welt
USA erhöht Reisewarnung für Kenia wegen Ebola-Ausbreitung
Die USA haben ihre Reisewarnung für Kenia auf Stufe 3 erhöht, nachdem bestätigte Fälle aufgetreten sind, während Nigeria seine erste Ebola-Infektion mit dem Bundibugyo-Stamm meldet.

Die US-Botschaft in Kenia hat ihre Reisewarnung von Stufe 2 auf Stufe 3 heraufgesetzt und amerikanische Bürger aufgefordert, ihre Reisepläne nach Kenia zu überdenken. Dieser Schritt folgte auf die Bestätigung von acht Ebola-Fällen während eines breiteren regionalen Ausbruchs. Während Stufe 2 erhöhte Vorsicht empfiehlt, rät die neue Stufe davon ab, die Reise überhaupt anzutreten.
Der Ebola-Ausbruch, der Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo begann, hat sich inzwischen über Zentralafrika hinaus ausgebreitet. Nigeria bestätigte seinen ersten Fall des Virus auf dem afrikanischen Kontinent außerhalb des ursprünglichen Epizentrum, was eine erhebliche geografische Ausweitung des Ausbruchs markiert.
Die Patientin in Nigeria wurde als eine Frau identifiziert, die am 3. Oktober von Uganda mit der Ethiopian Airlines Flight ET333 in die Hauptstadt Abuja reiste und am Flughafen Nnamdi Azikiwe International Airport landete. Berichten zufolge handelt es sich bei der Patientin um eine Diplomatin. Der Fall wurde durch das nigerianische Centre for Disease Control and Prevention bestätigt.

Gesundheitsbeamte stellten fest, dass der bestätigte Fall in Nigeria den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus betrifft, der für einen großen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verantwortlich ist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation existiert derzeit weder ein Impfstoff noch eine spezifische Behandlung für diesen Stamm.
Der Bundibugyo-Stamm ist als der tödlichste Ebola-Ausbruch beschrieben worden, der je in der Demokratischen Republik Kongo aufgezeichnet wurde. Seine Entdeckung in Nigeria bedeutet das erste Mal, dass dieser spezifische Stamm Westafrika erreicht hat.
Uganda hat auf Nigerias Bestätigung des Ebola-Falls reagiert, obwohl die genaue Art dieser Reaktion aus verfügbaren Berichten unklar bleibt. Die Ausbreitung des Virus über mehrere Länder hinweg hat Notfallkonferenzen zwischen Gesundheitsbehörden ausgelöst, um Maßnahmen zur Bekämpfung des Ausbruchs zu koordinieren.