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Wahlen in Bosnien und Herzegowina: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gestartet
In Bosnien und Herzegowina haben am Sonntag die Wahlen zu Parlament, Staatspräsidium und Regionalregierungen begonnen.

In Bosnien und Herzegowina haben am Sonntag früh die Wahlen begonnen. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, das nationale Parlament, das dreiköpfige Staatspräsidium sowie die Regionalregierungen zu wählen.
Laut Angaben haben rund 3,4 Millionen Wahlberechtigte die Möglichkeit, ihre Stimmen abzugeben. Zu den Wahlen wird in diesem Jahr ein neuer biometrischer Identifikationsprozess eingesetzt, der dazu dienen soll, Manipulationen zu erschweren.
Die Wahlabläufe in Bosnien und Herzegowina sind historisch durch zahlreiche Schwierigkeiten gekennzeichnet. In der Vergangenheit kam es bei mehreren Wahlen zu Vorwürfen von Wahlbetrug.

Wie berichtet wird, gilt die Wahlgesetzgebung, die bis heute in Kraft ist, als umstritten. Der derzeitige Hohe Repräsentant, Christian Schmidt, hat die gesetzgeberische Grundlage seines Vorgängers kritisiert und auf die politische Unsicherheit verwiesen, die dies mit sich bringt.
Die politische Landschaft in Bosnien und Herzegowina ist stark von ethnischen Trennlinien geprägt. Der Staat ist in einen serbischen und einen kroatisch-muslimischen Landesteil aufgeteilt, was den politischen Prozess im Land kompliziert.
Trotz der Herausforderungen geht die Wahlbeteiligung in den verschiedenen ethnischen Gruppen unterschiedlich aus, wobei viele junge Menschen aufgrund von Korruption und Vetternwirtschaft die Hoffnung in die Wahlen verlieren. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Wahlen auf die politische Stabilität des Landes haben werden.