Panorama
Zähe Kämpfe im Jemen fordern mehr als 120 Todesopfer
Seit Donnerstag sind über 120 Menschen durch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Houthi-Rebellen und Regierungsstreitkräften im Jemen gestorben.

Im Jemen sind seit Donnerstag mehr als 120 Menschen bei heftigen Kämpfen zwischen den Houthi-Rebellen und dem jemenitischen Staatsheer ums Leben gekommen. Die Auseinandersetzungen wurden durch eine Offensive der Houthis verschärft, die anscheinend auf die Kontrolle über die Bab el-Mandeb abzielt, eine wichtige Wasserstraße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet.
Laut militärischen und medizinischen Quellen handelt es sich um die tödlichste Konfrontation seit Jahren, mit Opfern auf beiden Seiten. Die französische Nachrichtenagentur AFP hat berichtet, dass die Verluste etwa gleichmäßig verteilt sein sollen.
Heftige Artilleriebeschüsse, ballistische Raketen und Drohnen haben die westlichen Regionen des Landes ununterbrochen bombardiert. Die Provinz Taiz und die Hafenstadt Hodeidah befinden sich unter schwerem Beschuss, was zu einer erheblichen Vertreibung der lokalen Bevölkerung führt.

Die Vereinten Nationen haben die Angriffe der Rebellen verurteilt und auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch gedrängt. Sie warnen vor einer weiteren Eskalation des Konflikts und der Verschlechterung der humanitären Krise in der Region.
Die aktuelle Situation hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Flüchtlinge, da bestehende Flüchtlingslager bereits überfüllt sind. Tausende Menschen sind auf der Flucht und suchen inmitten der anhaltenden Kämpfe nach Sicherheit.
Die Houthis, bekannt als eine pro-iranische Miliz, haben ihre Offensive am Dienstag gestartet, was zu dem jüngsten Anstieg der Gewalt in der Region geführt hat.