Welt
Zweite Runde der brasilianischen Präsidentschaftswahl 2026 mit Urnen-Audits
Die Abstimmung am Sonntag entscheidet zwischen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Flávio Bolsonaro, nachdem in den Tagen zuvor Wahlurnen für Überprüfungen ausgelost wurden.

Die zweite Runde der Wahl 2026 fand am Sonntag, 25. Januar, in ganz Brasilien statt, wobei die Wähler zwischen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei und Flávio Bolsonaro von der Liberalen Partei wählen konnten, nach einem engen Ergebnis in der ersten Runde. In dieser zweiten Runde stimmten die Brasilianer ausschließlich über das Präsidentenamt ab, mit Ausnahme von fünf Bundesstaaten, in denen auch Gouverneurswahlen stattfanden, darunter der Bundesdistrikt, wo Leandro Grass von der PT und Celina Leão von der PP kandidierten.
In den Tagen vor der Abstimmung führten die Regionalwahlgerichte mehrerer Bundesstaaten Auslosungen von Wahlurnen zur Überprüfung durch. Das Regionalwahlgericht von Piauí loste 23 Wahlbezirke zum Integritätstest aus, während das von Rio de Janeiro 43 Urnen auswählte. In São Paulo wählte das Regionalwahlgericht 51 Urnen zur Überprüfung im Bundesstaat aus, darunter zwei aus dem Vale do Paraíba, aus Taubaté und Piquete, wobei 34 davon von Vertretern von Überwachungsgremien ausgewählt wurden.
Technische Überprüfungsverfahren wurden vor der Abstimmung durchgeführt. In Piauí fand die Zerésima statt, eine öffentliche Überprüfung des Stimmenzählsystems, die nachwies, dass sich vor Beginn der Abstimmung keine Einträge in der Datenbank befanden. In Rio de Janeiro gab das Regionalwahlgericht die Zerésima aus, ein Dokument, das bestätigt, dass vor Beginn der Abstimmung keine Stimmen im Zählsystem erfasst waren.

Die Vorbereitung der Wahlurnen fand am Samstag, 24. Januar, im Vale do Paraíba und der Region statt und folgte den Regeln der Wahlgerichtsbarkeit zur Aufstellung der Geräte in den Räumen und zur Gestaltung des Ortes zur Wahrung des Stimmgeheimnisses. Im Paraná wurden bis 11 Uhr am Sonntag 272 Vorfälle mit Wahlurnen in 100 Wahlbezirken registriert, wobei über 90 Urnen ausgetauscht werden mussten.
Die Stimmenzählung begann um 17 Uhr Brasília-Zeit, unmittelbar nach Schließung der Wahllokale. Der Oberste Wahlgerichtshof begann mit der Veröffentlichung der ersten Daten, und der Präsident des Gerichts, Minister Kassio Nunes Marques, deutete an, dass das Ergebnis der zweiten Runde bis 21 Uhr bekannt gegeben werden soll. Die Ergebnisse wurden in Echtzeit über öffentliche Verfolgungsplattformen verbreitet.