Welt
Chega hinterfragt Verbindungen der Regierung zur REN und PS reagiert
André Ventura stellt Fragen zu möglichen Interessen von Regierungspolitikern in der REN und kritisiert den PS bezüglich der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe.

André Ventura, der Vorsitzende der Chega, hat Fragen an die Regierung gerichtet bezüglich der Möglichkeit, dass Mitglieder der Exekutive Anteile an der Rede Elétrica Nacional (REN) besitzen. Die Partei fragte, ob in diesem Fall ein Interessenkonflikt bei Entscheidungen bezüglich dieses Unternehmens, das das Stromnetz betreibt, deklariert wurde.
Diese Aktion folgt einer Anschuldigung von Chega, dass die Sozialistische Partei (PS) bezüglich der Mehrwertsteuer (IVA) lügen würde. Ventura erklärte, dass die Gesetzentwürfe, die von Chega vorgelegt wurden, Gesetzesinitiativen seien, die 2027 in Kraft treten sollen und die im Juli von der PS abgelehnt wurden.
Die Sozialisten hingegen reagierten auf die Anschuldigungen von Chega, wobei Eurico Brilhante Dias betonte, dass nur die Regierung sofortige Maßnahmen zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe umsetzen könne. Dias kritisierte die Vorschläge von Chega und erklärte, dass diese kurzfristig keine Auswirkungen hätten.

Die PS argumentiert, dass der Vorschlag zur Senkung der Mehrwertsteuer nicht bis Januar warten könne und warnte, dass die Portugiesen das Warten nicht ertragen würden. Brilhante Dias betonte die Dringlichkeit der Situation und die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen seitens der Regierung.
Die Kontroverse hat ein angespanntes Klima zwischen den beiden Parteien geschaffen, wobei die PS Chega beschuldigt, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von Regierungsfragen abzulenken. Chega hingegen bleibt nachdrücklich bei der Regierung bezüglich ihrer Verbindungen zur REN und der Mehrwertsteuer unter Druck und nährt die aktuelle politische Debatte.
Venturas Fragen an die Regierung und die Antworten der PS könnten die öffentliche Wahrnehmung der bestehenden Energie- und Steuerpolitik beeinflussen, obwohl es bis dato keine konkreten Informationen zur offiziellen Position der Regierung als Antwort auf diese Anfragen gibt.