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Montag, 10. August 2026

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DGB beziffert Schaden durch Mindestlohn-Betrug auf 64 Milliarden Euro

Der Deutsche Gewerkschaftsbund meldet, dass durch Mindestlohn-Betrug seit 2015 ein Schaden von 64 Milliarden Euro entstanden ist, vor allem zu Lasten von Beschäftigten und Sozialkassen.

DGB beziffert Schaden durch Mindestlohn-Betrug auf 64 Milliarden Euro
Bild: tonal decay · Openverse · BY

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat nach eigenen Berechnungen festgestellt, dass seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 ein wirtschaftlicher Schaden von rund 64 Milliarden Euro durch Mindestlohn-Betrug entstanden ist. Dieser Betrag betrifft sowohl die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch die Sozialkassen und den Staat.

Laut den Angaben des DGB sind illegale Maßnahmen von Arbeitgebern verantwortlich für die Mine der Löhne, die trotz der gesetzlichen Lohnuntergrenze von derzeit 13,90 Euro an vielen Stellen nicht korrekt ausgezahlt werden. Der gewerkschaftliche Zusammenschluss hat verschiedene Beispiele für Tricks dokumentiert, die die Einhaltung des Mindestlohns unterlaufen.

Die Schätzungen des DGB zufolge entgingen den Beschäftigten durch solche Praktiken in erheblichem Maße Einnahmen. Auch die Sozialversicherungen hätten Verluste in Milliardenhöhe zu verzeichnen, was die öffentliche Hand zusätzlich belasten würde.

Trotz dieser Behauptungen stellen einige Arbeitgeber die Berechnungen des DGB in Frage und weisen darauf hin, dass die Zahl der Fälle von Mindestlohn-Betrug möglicherweise überschätzt wird. Diese Diskussion wird jedoch von den Gewerkschaften vehement zurückgewiesen, die auf die Notwendigkeit einer strikteren Kontrolle plädieren.