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Freitag, 23. Oktober 2026

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Erster Todesfall durch Shamonda-Virus beim Menschen in Frankreich

Ein schwer immungeschwächter Mann ist in Frankreich an einer Infektion mit dem Shamonda-Virus gestorben, das bislang nicht als auf Menschen übertragbar galt.

Archivbild: Erster Todesfall durch Shamonda-Virus beim Menschen in Frankreich
ArchivbildBild: JLogan · Wikimedia Commons · Public domain

Die französischen Behörden untersuchen den ersten dokumentierten Fall einer menschlichen Shamonda-Virus-Infektion, die zum Tod einer Person in Lyon führte. Der Patient war schwer immungeschwächt, was die Infektion durch einen Erreger begünstigt haben dürfte, der bis dahin als nicht auf Menschen übertragbar galt.

Das Shamonda-Virus wird hauptsächlich durch Mücken der Gattung Culicoides übertragen und befällt normalerweise Nutztiere. Seit dem Sommer wurde es in mehreren europäischen Ländern nachgewiesen, darunter auch Spanien, allerdings bislang nur bei Tieren und nicht bei Menschen.

Nach Angaben der Ministerien für Gesundheit und Landwirtschaft wurde mit dem verfügbaren Wissen über das Virus bisher kein Gesundheitsrisiko für die Allgemeinbevölkerung festgestellt. Die Behörden betonen, dass dieser erste Infektionsfall bei einem Patienten mit schwer beeinträchtigtem Immunsystem auftrat, einer Situation, die ihn außergewöhnlich machte.

Archivbild: Erster Todesfall durch Shamonda-Virus beim Menschen in Frankreich
ArchivbildBild: Tomobe03 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Die Europäische Union untersucht die Auswirkungen des in Frankreich festgestellten Falls. Während das Virus schon lange bei Haustieren bekannt ist, markiert dieser Todesfall das erste dokumentierte menschliche Infektionsfall.

Die genauen Umstände der Ansteckung sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Es ist bisher ungeklärt, wie das Virus von Tieren auf diesen immungeschwächten Patienten in Frankreich übertragen wurde.

Der Fall hat international Aufmerksamkeit erregt, doch die Gesundheitsbehörden betonen, dass die verfügbaren Erkenntnisse kein generalisiertes Risiko für die Bevölkerung außer in Ausnahmesituationen wie schwerer Immunschwäche andeuten.