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Lula erneut zum Präsidenten Brasiliens gewählt – über 51 Prozent der Stimmen
Luiz Inácio Lula da Silva setzt sich in der Stichwahl gegen Flavio Bolsonaro durch und wird zum vierten Mal Präsident Brasiliens.

Lula da Silva wurde am Sonntag, dem 25. Oktober, in der brasilianischen Präsidentschaftsstichwahl mit über 51 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Sein rechter Konkurrent Flavio Bolsonaro erhielt knapp über 48 Prozent. Der amtierende Staatschef, der die Arbeiterpartei anführt, wird damit ein weiteres Mal als Präsident des Nachbarlandes antreten.
Die Umfragen vor der Abstimmung deuteten auf ein extrem enges Rennen zwischen beiden Kandidaten hin. Laut Berichten lagen die Prognosen nur um einen Punkt zugunsten Bolsonaros, befanden sich aber innerhalb der Fehlermarge. Das Endergebnis bedeutete eine Aufholjagd für Lula, der sich mit einem Vorsprung von dreieinhalb Punkten durchsetzte.
Der Wahlprozess war von Zwischenfällen geprägt. Das Wahlgericht Brasiliens beschloss, die Abstimmungsfrist zu verlängern – eine Maßnahme, die es nach Beschwerden beider Kandidaten über Probleme bei der Wählertransporte ergriff. Der Wahltag war auch von Polarisierungsmomenten gekennzeichnet, darunter ein Zwischenfall in Buenos Aires, bei dem die ehemalige Model Anamá Ferreira, die an der Stichwahl abstimmte, einen unangenehmen Austausch mit einem Wähler während einer Lokalmedienübertragung hatte.

Der Wahlkampf fand in einem Klima politischer Polarisierung statt. Laut Berichten äußerten öffentliche Persönlichkeiten wie der ehemalige argentinische Fußballer Juan Pablo Sorín vor der entscheidenden Abstimmung explizit ihre Unterstützung für Lula und argumentierten mit der Wichtigkeit, Demokratie und regionale Souveränität in Südamerika zu bewahren.
Das Ergebnis wurde von anderen regionalen Führungspersonen beglückwünscht. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum eröffnete ihre morgendliche Pressekonferenz mit Bezügen zu Lulas Wahlsieg, der zum vierten Mal Präsident Brasiliens sein wird.
Für die neue Amtszeit muss sich Lula mehreren wirtschaftlichen Herausforderungen stellen. Dazu gehören Haushaltsbeschränkungen, Inflation, hohe Zinssätze und private Verschuldung. Darüber hinaus wird er laut Berichten mit einem widerstrebenden Kongress konfrontiert, während er seine sozialen Verpflichtungen erfüllen und seine Wirtschaftsreformen vorantreiben will.