Politik
Lulas Wahlsieg in Brasilien anerkannt – Bolsonaro-Partei mit Vorbehalten
Lula gewinnt die Präsidentschaftswahl in Brasilien. Die Partei seines Gegners Bolsonaro erkennt das Ergebnis an, fordert aber Klärung offener Fragen zum Wahlprozess.

Lula da Silva hat die Präsidentschaftswahl in Brasilien gewonnen. Der Amtsinhaber setzte sich gegen den rechten Kandidaten Flávio Bolsonaro durch.
Die Liberale Partei (PL), zu der Bolsonaro gehört, teilte mit, dass sie das vom Obersten Wahlgericht verkündete Ergebnis anerkennt. Gleichzeitig erklärte die Partei aber, dass sie offene Fragen zum Wahlprozess angemessen klären müsse.
Flávio Bolsonaro selbst plant nach Angaben mehrerer Quellen, gegen das Wahlergebnis auf dem Rechtsweg vorzugehen. Allerdings wird eine Annullierung der Wahl nicht mehr angestrebt. Stattdessen soll die Wahlkampfführung der Lula-Seite juristisch überprüft werden.

Nach Angaben von Quellen muss Bolsonaro seine Pässe abgeben, steht also unter Druck. Die genauen Umstände dieser Maßnahme werden in dem Material nicht genannt.
Der US-Präsident Donald Trump befeuert die Manipulationsvorwürfe gegen das brasilianische Wahlverfahren und zweifelt an der Rechtmäßigkeit von Lulas Sieg.
Die Partei von Bolsonaro räumt damit zwar formell die Niederlage ein, wird aber von ihrem Kandidaten nicht vollständig befolgt, der weiterhin rechtliche Schritte einleiten will.