Panorama
Netanjahu im Gazastreifen: „Wir ziehen uns nicht zurück“
Bei einem Besuch im Gazastreifen betonte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass Israel nicht zurückziehen werde und die Kontrolle über 60 Prozent des Gebiets aufrechterhalten wolle.

Benjamin Netanjahu, der Ministerpräsident Israels, hat während eines Besuchs im Gazastreifen erklärt, dass Israel nicht zurückziehen werde. Diese Aussage fiel bei einem Besuch eines israelischen Militärstützpunkts in der Region und wurde in einer von seinem Büro verbreiteten Videobotschaft verbreitet.
Netanjahu betonte, dass Israel an der Kontrolle von rund 60 Prozent des Gazastreifens festhalten werde. In den vergangenen Monaten hatte die israelische Armee diese Kontrolle von 53 Prozent auf die genannte Zahl erhöht.
Während des Besuchs in Gaza äußerte Netanjahu, dass Israel nicht planen würde, zurückzuziehen, und betonte, dass die israelischen Streitkräfte in der Region bleiben werden. Dies geschah trotz eines laufenden Friedensplans, der von den USA unterstützt wird und einen Rückzug israelischer Truppen vorsieht, sobald die Terrororganisation Hamas entwaffnet ist.

Die israelischen Streitkräfte sind weiterhin aktiv in der Region und haben ihre militärische Präsenz in den letzten Monaten verstärkt. Laut Netanjahu ist die Kontrolle über das Gebiet wichtig für die Sicherheit Israels und die Stabilität der Region.
Netanjahu ist nicht nur bei den Streitkräften vor Ort, sondern hat auch in diesem Kontext auf die bevorstehenden Wahlen in Israel verwiesen. Seine Haltung könnte auch von politischen Überlegungen und dem Wettbewerb bei den Wahlen beeinflusst sein, die als besonders umkämpft gelten.
Der Premierminister sah seine Aussage als ein deutliches Signal an seine Wähler und an internationale Vermittler, die auf eine Deeskalation des Konflikts hinarbeiten. In einem politisch sensiblen Umfeld bleibt die Reaktion auf seine Äußerungen sowohl in Israel als auch international abzuwarten.