Politik
Oberster Gerichtshof Russlands entfernt Partei "Jabloko" von Wahlen
Der Oberste Gerichtshof Russlands hat entschieden, die Partei "Jabloko" von den Wahlen zur Duma auszuschließen. Dies geschah auf Antrag der Partei "Rodina".

Der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation hat die Partei "Jabloko" von den Wahlen zur Staatsduma ausgeschlossen. Dieser Beschluss wurde von Richter Wjatscheslaw Kirillow gefasst, der dem Antrag von Juristen der Partei "Rodina" stattgab.
Laut einem Bericht über die Verhandlung beantragte der Sprecher der "Jabloko"-Partei, dass das Gericht den ursprünglichen Antrag von "Rodina" vollständig abweisen solle. Der Politiker wies darauf hin, dass seine Partei weder gegen Gesetze verstoßen habe noch die Absicht habe, dies zu tun.
Der Ausschluss von "Jabloko" betrifft die Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen. Die Partei war in der politischen Landschaft Russlands als einzige antikriegsorientierte Kraft im Wahlzettel bekannt.

Die Entscheidung kam in einer Zeit, in der "Jabloko" weiterhin seine politische Position verteidigen möchte. Dazu erklärte ein Vertreter der Partei, dass sie daran festhalte, in Russland zu arbeiten und den Kontakt zu den Bürgern aufrechtzuerhalten.
Der Ausschluss könnte Folgen für die politischen Aktivitäten der Partei haben, die sich aktiv gegen den Krieg in der Ukraine ausgesprochen hat. Mit der Entscheidung, "Jabloko" von den Wahlen auszuschließen, stellt sich die Frage nach der Zukunft der politischen Opposition in Russland.