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Dienstag, 11. August 2026

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Russischer Oberster Gerichtshof verbietet Anti-Kriegs-Partei die Teilnahme an Parlamentswahlen

Der Oberste Gerichtshof Russlands hat die liberalen Yabloko-Partei von den Parlamentswahlen im September ausgeschlossen und somit die Opposition gegen den Krieg in der Ukraine eingeschränkt.

Russischer Oberster Gerichtshof verbietet Anti-Kriegs-Partei die Teilnahme an Parlamentswahlen
Bild: yabloko.ru · Wikimedia Commons · CC BY 4.0

Der Oberste Gerichtshof Russlands hat am Montag (10.) entschieden, die Yabloko-Partei, die einzige offiziell registrierte liberale Partei, die sich gegen den Krieg in der Ukraine aussprechen, von den für September angesetzten Parlamentswahlen auszuschließen. Die Entscheidung wurde vom Richter Vyacheslav Kirillov bekannt gegeben, der die Anträge zur Annullierung der Kandidaturen der Partei akzeptierte.

Die Partei Yabloko hat auf die Entscheidung reagiert und angekündigt, dagegen Berufung einzulegen. Zudem forderte sie ihre Unterstützer auf, sich nicht entmutigen zu lassen. Die Partei sieht sich zunehmenden Einschränkungen gegenüber, die den ohnehin schon begrenzten Raum für politische Dissidenz in Russland weiter einschränken, insbesondere nach dem Einmarsch des Landes in die Ukraine im Jahr 2022.

Die Klage, die zur Entscheidung des Gerichts führte, wurde von der nationalistischen Pro-Kreml-Partei Rodina eingereicht, die behauptete, Yabloko habe Unterstützung für seine Kampagne nicht offengelegt. Diese Maßnahme stellt einen weiteren Schlag gegen die politische Opposition im Land dar, wo die Stimmen gegen den Krieg zunehmend zum Schweigen gebracht werden.

Yabloko gilt als die einzige politische Entität, die eine liberale Alternative im von Kreml-treuen Parteien dominierten politischen Umfeld Russlands bietet. Seit Beginn des Konflikts hat die Repression gegen Personen und Organisationen, die sich gegen den Krieg aussprechen, zugenommen.

Neben dem Verlust des Rechts, an den Wahlen teilzunehmen, spiegelt das Verbot von Yabloko ein umfassenderes Muster der Intoleranz gegenüber Anti-Kriegs-Ansichten und der Opposition im Allgemeinen im russischen politischen Kontext wider.

Mit dem Ausschluss von Yabloko von der Kandidatur wird erwartet, dass die Vertretung der Opposition bei den kommenden Wahlen weiter abnimmt, was den Raum für Kritik an der Regierung und ihren Politiken weiter erschwert.