Politik
Terroralarm in Ceuta, Kontrollen an der Grenze bis zum 15. August
Tajani warnt vor Terrorgefahr im Zusammenhang mit der Migrationskrise in Ceuta. Kontrollen wurden verstärkt und Schengen vorübergehend ausgesetzt.

Das Risiko von Terrorismus, das mit der Migrationskrise in Ceuta verbunden ist, wurde in einem Bericht der italienischen Geheimdienste signalisiert. Das Dossier, das derzeit wahrscheinlich auf dem Tisch der Regierung liegt, hebt potenzielle jihadistische Infiltrationen unter den Migranten hervor, die versuchen, die Grenze zu überqueren, so die Berichte von ANSA und Rai News.
In Ceuta wird eine Zunahme der Grenzkontrollen registriert, nachdem Madrid angekündigt hat, diese Maßnahmen bis zum 7. September zu verstärken. Der italienische Außenminister Antonio Tajani erklärte, dass die Gefahr nicht unterschätzt werden dürfe, und bestätigte, dass die Aussetzung des Schengen-Abkommens bis zum 15. August in Kraft bleiben werde.
In den letzten Wochen haben spanische Medien über die Verbreitung von Informationen in sozialen Netzwerken berichtet, die Migranten anweisen, wie sie Ceuta erreichen können, was auf eine organisierte Vorgehensweise hinter dem Zustrom hindeutet.

Laut Quellen aus dem Nachrichtendienst wird befürchtet, dass bis zu 50.000 Migranten innerhalb von 48 Stunden versuchen könnten, nach Ceuta zu gelangen, was zu einer neuen Krise führen könnte. Es wird von einem möglichen „koordinierten Blitz“ gesprochen.
In Deutschland verschärft die Regierung die Abschiebemaßnahmen und hat den Prozess zur Wiederherstellung der Überstellungen von Asylbewerbern nach Italien und Griechenland eingeleitet. Diese Maßnahme ist Teil des neuen Pakts der Europäischen Union.
Tajani wies auch darauf hin, dass es, sobald die Situation stabil sei, die Möglichkeit geben werde, zu normalen Kontrollen zurückzukehren. Doch derzeit sei es notwendig, vorsorgliche Maßnahmen aufrechtzuerhalten.