Zum Inhalt springen

tagblick

Montag, 10. August 2026

Suche

Welt

Abelardo de la Espriella übernimmt die Präsidentschaft Kolumbiens inmitten eines Erdbebens

Der neue Präsident sah sich bereits in der ersten Krise nach einem Erdbeben mit zahlreichen Opfern und Schäden im Land konfrontiert.

Abelardo de la Espriella übernimmt die Präsidentschaft Kolumbiens inmitten eines Erdbebens
Bild: Fotografía oficial de la Presidencia de Colombia · Wikimedia Commons · Public domain

Abelardo de la Espriella wurde am vergangenen Freitag zum Präsidenten Kolumbiens ernannt und sah sich nur drei Tage später einer ersten ernsthaften Krise gegenüber, nachdem ein Erdbeben der Magnitude 7,4 das Land erschütterte. Laut vorläufigen Berichten sind mindestens 74 Personen aufgrund des Bebens gestorben, was die Regierung dazu veranlasste, einen "nationalen Notstand" auszurufen.

Um auf die Notlage zu reagieren, rief De la Espriella ein Notfallkomitee ein, um die Situation zu bewältigen, und kündigte an, in die betroffenen Gebiete zu reisen. In seinen Äußerungen versicherte der Präsident, dass "der Staat präsent ist und handelt", um die Bedürfnisse der Betroffenen zu erfüllen.

Neben der durch das Erdbeben ausgelösten Krise analysierte der ehemalige Innenminister Juan Fernando Cristo die erste Rede des neuen Präsidenten. Cristo hob hervor, dass De la Espriella keinen Verfassunggebenden Kongress einberufen hat und plante, eine Offensive gegen bewaffnete Gruppen umzusetzen, kritisierte jedoch das Fehlen von Erwähnungen zu Reformen, Ungleichheit, Umwelt und grundlegenden Garantien.

Abelardo de la Espriella übernimmt die Präsidentschaft Kolumbiens inmitten eines Erdbebens
Bild: Nemesio Antúnez · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Dieses Ereignis hat eine Welle von Reaktionen ausgelöst, auch aus dem Ausland. Der Präsident von Chile, Gabriel Boric, äußerte seine Solidarität und bot Kolumbien Unterstützung bei der Bewältigung der Krise an. Laut Berichten sind bis jetzt mindestens 18 weitere Todesopfer des Bebens bestätigt, während die Schäden in verschiedenen Regionen des Landes weiter evaluiert werden.

Darüber hinaus wurde der neue Präsident als 'Outsider' bezeichnet, der ein hartes Sicherheitsprogramm umsetzen möchte, was möglicherweise mit der Situation, die ihm sein Vorgänger Gustavo Petro hinterlassen hat, in Konflikt geraten könnte. Die Direktorin der Zeitung "El Colombiano", Luz María Sierra, kommentierte die Erwartungen der kolumbianischen Bevölkerung und die Herausforderungen, denen De la Espriella in diesem Kontext gegenübersteht.

Während sich die Situation in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten entwickelt, wird erwartet, dass die Regierung den Kontakt zu den Gemeinden aufrechterhält und angemessen auf die Transformation der Krise als Herausforderung für ihre Führung reagiert.