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Sonntag, 1. November 2026

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Flávio Bolsonaro klagt über politische Verfolgung und zweifelt an Wahlen aus den USA

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro meldete sich aus den USA zu Wort und erklärte, er sei nach seiner Niederlage gegen Lula da Silva Opfer politischer Verfolgung.

Archivbild: Flávio Bolsonaro klagt über politische Verfolgung und zweifelt an Wahlen aus den USA
ArchivbildBild: Florida House of Representatives · Wikimedia Commons · Public domain

Flávio Bolsonaro, ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Liberalen Partei Brasiliens, trat aus den USA wieder in Erscheinung und erklärte, seine Ausreise aus dem Land sei durch politische Verfolgung motiviert gewesen. Laut Bolsonaro habe er nicht im zweiten Wahlgang gegen den Präsidenten Lula da Silva verloren, sondern sei vom "System" besiegt worden. In seinen Aussagen deutete er auch die Möglichkeit neuer Wahlen vor 2030 an.

Seine Ausreise aus Brasilien erfolgte im Geheimen und steht im Mittelpunkt laufender Ermittlungen zu Vorwürfen des Geldwäsche. Bei seiner Ankunft in Miami stellte der Senator die Legitimität der Ergebnisse der jüngsten Wahl in Frage, die er als "mathematisch unmöglich" bezeichnete.

Der US-amerikanische Außenminister Marco Rubio wies die Behauptung zurück, die US-Regierung habe Flávio Bolsonaro bei seiner Ausreise aus Brasilien geholfen, bestätigte jedoch, dass der ehemalige Präsidentschaftskandidat bereits über ein Visum verfügte, das ihm die Einreise in das Land ermöglichte. Rubio präzisierte, dass dieses Visum zuvor von der Verwaltung von Donald Trump genehmigt worden war.

Archivbild: Flávio Bolsonaro klagt über politische Verfolgung und zweifelt an Wahlen aus den USA
ArchivbildBild: House photo by Mark Foley · Wikimedia Commons · Public domain

Als Antwort auf die Aussagen von Bolsonaro erklärte Rubio, die Regierung sei nicht an den Vorbereitungen seiner Reise beteiligt gewesen und betonte, Trump habe allein die Entscheidung getroffen, ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten zu gestatten.

In der Zwischenzeit steht Bolsonaro unter dem Beobachtungsdruck von zwei Gerichten, die seine Taten vor seiner Abreise untersuchen. Die Situation führte dazu, dass die brasilianische Regierung ihre Geschäftsträgerin in Washington einbestellte, um die Situation mit den USA zu klären.

Diese Aussagen von Bolsonaro und die Klarstellungen von Rubio haben eine Debatte über die Interaktion zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten im Kontext der brasilianischen Politik und der laufenden Vorwürfe gegen den ehemaligen Kandidaten ausgelöst.