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Netanyahu gewinnt, aber seine Koalition verfehlt Mehrheit bei israelischen Wahlen
Laut Wählerbefragungen ist Likud stärkste Kraft, doch das Oppositionsbündnis hat mehr Mandate und arabische Parteien könnten entscheidend für Regierungsbildung sein.

Die Legislativwahlen in Israel endeten mit fragmentierten Ergebnissen, die die Regierungsbildung erschweren. Nach Wählerbefragungen wurde Premierminister Benjamin Netanyahus Likud zwar zur stärksten Partei, aber sein Koalitionsblock verfehlt die für die Alleinherrschaft im 120-köpfigen Parlament erforderliche Mandatszahl deutlich.
Das jüdische Oppositionsbündnis errang mehr Mandate als Netanyahus Koalition, erreicht aber ebenfalls nicht die erforderliche Mehrheit. Die arabischen Parteien erzielte nach den Umfragen ein Ergebnis, das sie als Schlüsselakteure in den Koalitionsverhandlungen positioniert, mit zwischen 17 und 18 Abgeordneten.
Die Wahlbeteiligung war beachtlich und erreichte unter arabischen Wählern 77,7 Prozent – ein Ergebnis, das von Quellen als historisch bewertet wird. Die Stimmauszählung könnte sich bis Freitag hinziehen, und der Likud forderte eine Verlängerung der Wahlzeiten.

Oppositionsführer Gadi Eisenkot verpflichtete sich zur Bildung einer Regierung, die alle israelischen Bürger gleichermaßen repräsentiert. Eisenkot sagte, er werde sein Bestes geben, um eine zionistische und stabile Regierung zu bilden, nachdem die Israelis seiner Aussage nach gegen Netanyahu als Premierminister gestimmt hätten.
Die Zersplitterung des Wahlsystems unter etwa einem Dutzend Parteien führte dazu, dass kein Blok unabhängig die Mehrheit erreichte. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass eines der Hauptbündel Unterstützung der arabischen Parteien benötigt, um eine Regierung zu bilden, oder dass das Land Neuwahlen abhält.
Das Ergebnis des Likud als stärkste Partei wurde von einigen Quellen als überraschend bewertet, da frühere Umfragen darauf hindeuteten, dass Yashar! den ersten Platz belegen würde. Die Regierungsbildung wird aufgrund der Notwendigkeit, mit mehreren politischen Akteuren zu verhandeln, als schwierig erwartet.