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Montag, 26. Oktober 2026

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Studentenliste gewinnt Serbiens Parlamentswahl – Vučić räumt Niederlage ein

Bei einer vorgezogenen Parlamentswahl in Serbien hat eine von Studenten angeführte Opposition die regierende SNS-Partei des langjährigen Machthabers Aleksandar Vučić deutlich geschlagen.

Archivbild: Studentenliste gewinnt Serbiens Parlamentswahl – Vučić räumt Niederlage ein
ArchivbildBild: Lawrence Jackson · Wikimedia Commons · Public domain

Die Studentenliste errang bei der Parlamentswahl am Sonntag die absolute Mehrheit. Nach Angaben unabhängiger Wahlbeobachter entfielen auf die Studentenliste rund 52 Prozent der Stimmen, was mindestens 135 der insgesamt 250 Sitze im serbischen Parlament bedeutet. Die SNS-Partei des früheren Präsidenten Vučić verlor damit ihre langjährige Dominanz.

Aleksandar Vučić räumte bereits vor der Verkündung erster amtlichen Ergebnisse seine Niederlage ein. Er kündigte an, im Land zu bleiben und in die Opposition zu gehen. Nach der Wahlniederlage seiner Partei hielt Vučić eine Rede vor seinen Anhängern in Belgrad, in der er die Niederlage eingestand.

Die Wahlbeteiligung erreichte mit knapp 70 Prozent den höchsten Wert seit 1992 und damit die höchste seit dem Zerfall Jugoslawiens. In den Straßen herrschte Jubelstimmung. Nach Angaben der Tagesschau brach auf den Straßen vielerorts Jubelstimmung aus.

Archivbild: Studentenliste gewinnt Serbiens Parlamentswahl – Vučić räumt Niederlage ein
ArchivbildBild: User:Pelusu · Wikimedia Commons · Public domain

Die Studentenliste, angeführt von Spitzenkandidat Ilija Srđanović, stellte sich gegen 14 Jahre der Herrschaft Vučićs. Die Oppositionelle Liste war erst zwei Jahre alt, wie mehrere Quellen berichten. Während dieser Zeit war die SNS unter Vučić, der zunächst Präsident war, später in anderen Funktionen blieb, an der Spitze Serbiens gestanden.

Laut Angaben des Deutschlandfunk wurde die Wahl von zahlreichen Unregelmäßigkeiten überschattet, wie Die Presse berichtet. Vučić hatte zudem erklärt, dass er im Falle eines Wahlerfolgs selbst Regierungschef werden wollte. Mit der Niederlage seiner Partei steht Serbien nun vor einem Machtwechsel.