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Mittwoch, 28. Oktober 2026

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Israelische Wahl ohne klaren Sieger – Netanyahu unter Druck

Hochrechnungen nach der Wahl in Israel deuten darauf hin, dass weder Premierminister Benjamin Netanyahus Bloc noch sein Herausforderer Gadi Eisenkot eine Mehrheit erreicht haben.

Archivbild: Israelische Wahl ohne klaren Sieger – Netanyahu unter Druck
ArchivbildBild: Igal Slavin‎ (יגאל סלבין) · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Israelis wählten mit hoher Beteiligung am Dienstag und Mittwoch, wobei die Wahlbeteiligung Werte erreichte, die es seit 50 Jahren nicht mehr gab. Hochrechnungen nach Schließung der Wahllokale zeigten, dass Netanyahus Bloc und Eisenkots Bloc jeweils etwa 51 Mandate erhielten, während von Arabern angeführte Parteien rund 18 Mandate gewannen. Die Ergebnisse deuteten auf ein verfahrenes Parlament hin, in dem keinem der großen Blöcke eine eigene Mehrheit in Reichweite zu sein schien.

Netanyahu, Israels langjähriger Premierminister, stimmte kurz nach der Mittagszeit ab. Nach frühen Hochrechnungen und Teilergebnissen mehrerer Nachrichtenagenturen lag Netanyahus Bloc zunächst mit 57 Mandaten gegenüber 47 der Opposition vorn. Allerdings deuteten Hochrechnungen darauf hin, dass keine Seite ohne zusätzliche Unterstützung einen klaren Weg zur Regierungsbildung hatte.

Die Wahl fand als erstes Wahlrennen Israels seit dem 7. Oktober statt. Mehrere Nachrichtenorganisationen beschrieben das Ergebnis als Schlag gegen Netanyahus Bloc, doch die tatsächliche Mandatsverteilung blieb zwischen ersten Hochrechnungen und Teilergebnissen umstritten.

Archivbild: Israelische Wahl ohne klaren Sieger – Netanyahu unter Druck
ArchivbildBild: Rakoon · Wikimedia Commons · CC0

Von Arabern angeführte Parteien könnten sich bei anschließenden Koalitionsverhandlungen als Zünglein an der Waage erweisen. Nach Berichten könnten diese Parteien entscheidend dafür sein, welcher Bloc am Ende die Mandate für die Regierungsbildung aufbringen könnte.

Die endgültigen amtlichen Ergebnisse wurden innerhalb von 48 Stunden erwartet, wobei eine vollständige Auszählung vor Donnerstag unwahrscheinlich war. Selbst mit bestätigten Endergebnissen könnte sich die Regierungsbildung über Tage oder Wochen erstrecken.

Präsident Isaac Herzog trug die Verantwortung dafür, welchen Kandidaten er nach Vorliegen der Ergebnisse für am besten geeignet hielt, eine Regierung zu bilden.